Stürme über Nordeuropa: Schon drei Tote in England
- Fußballfan von herumfliegenden Trümmerteilen erschlagen
- Schwere Sturmböen verursachen Schäden in Deutschland
Die ersten heftigen Frühlingsstürme mit Spitzengeschwindig-keiten von 187 Stundenkilometern haben in der Nacht auf Sonntag in Deutschland zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen schwer. In Bremerhaven rissen Orkanböen ein Transportschiff los und drückten es vor die Hafenanlagen. In England kamen drei Menschen durch Sturmböen um. In Polen ist nach einem schweren Sturm in mehreren hundert Ortschaften der Strom ausgefallen.
Die Ausläufer des Orkantiefs "Oralie" fegten nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia vor allem über den Norden und die Mitte Deutschlands hinweg. Auf dem Brocken im Harz wurden Geschwindigkeiten von 187 Stundenkilometern gemessen.
In Bremerhaven wurde abend ein 174 Meter großes Transportschiff von seinem Liegeplatz losgerissen und vor die Hafenanlagen gedrückt. Der Autotransporter trieb zunächst gegen eine Containerbrücke und hob sie aus der Verankerung.
Orkanböen hatten das Hochwasser der Elbe soweit ansteigen lassen, dass der Hamburger Fischmarkt zentimeterhoch unter Wasser stand. Vielerorts wurden Autos von umfallenden Bäumen und herabstürzenden Ästen beschädigt. In Thüringen und der Pfalz waren am Sonntag mehrere Orte zeitweise ohne Strom, weil Versorgungsleitungen beschädigt worden waren.
In England kamen am Samstag durch Sturmböen drei Menschen ums Leben. Ein Mann und eine Frau starben, als an der ostenglischen Küste ein Baum auf ihr Auto fiel. Ein Fußballfan wurde in Leicester von herumfliegenden Trümmerteilen erschlagen. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
