Nach Yacht-Brand: 5 Oberösterreicher wohlbehalten heimgekehrt
- Eine Stunde lang auf Rettungsinsel im Meer getrieben!
- Gegenseitiges Motivieren und Paddeln half beim Überleben
Jene fünf Oberösterreicher, die 50 Meilen vor der Insel Elba in Italien bei der Überstellung einer 450.000 Euro teuren Yacht Schiffbruch erlitten, sind am Samstag nach Oberösterreich heimgekehrt. Sie mussten am Freitag von ihrer brennenden Yacht Hals über Kopf in eine Rettungsinsel flüchten und trieben eine Stunde auf dem Meer, bis sie unterkühlt von der italienischen Küstenwache geborgen werden konnten, so ein Beteiligter gegenüber dem ORF Radio Oberösterreich.
Begonnen hatte alles, als in der Nacht der Autopilot der Yacht ausfiel, berichtete Robert Pühringer, der Skipper der gesunkenen Yacht, im Interview mit dem ORF Radio Oberösterreich. Kurz darauf drang dichter Rauch aus dem Motorraum. Das Feuer breitete sich derart rasch aus, dass die fünf Oberösterreicher, vier Männer und eine Frau, nicht einmal mehr einen Funkspruch absetzen konnten. Sie verständigten per Handy die italienische Küstenwache sowie einen Freund in Oberösterreich.
Pühringer über die bangen Minuten nach dem Schiffbruch: "Wir haben uns gesagt: Es gibt nur einen Ausweg und zwar, indem wir ins Wasser springen und hoffen, dass irgendwann die Küstenwache kommt. Wir sind zirka eine Stunde lang auf der Rettungsinsel im Wasser getrieben, jeder hat sich festgehalten, wir haben uns gegenseitig motiviert und gepaddelt und gepaddelt, damit keinem kalt wird." Als nach zirka einer Stunde die Rettungsmannschaft auftauchte, sei man überglücklich gewesen. Auch die Retter hätten sich gefreut und gejubelt, dass man die Schiffbrüchigen gefunden habe, meinte Pühringer.
Erleichtert über den Ausgang des Vorfalls zeigte sich auch Josef Limberger, der Chef von "Yachting 2000" mit Sitz in Walding, den die Schiffbrüchigen noch vom brennenden Boot aus per Handy alarmiert hatten.
Er sagte über den überraschenden Anruf im ORF-Interview: "Zuerst überlegt man mal, was da los ist. Und dann registriert man sehr schnell, dass sie wirklich in Not sind. Zunächst habe ich die Auskunft angerufen, weil ich meinen Koffer mit allen wichtigen Telefonnummern nicht dabei hatte. Dann habe ich die Feuerwehr angerufen, damit sie vielleicht den Kontakt zu den italienischen Behörden herstellen können. Die Feuerwehr hat sich sehr engagiert gezeigt und mich ständig informiert, wie weit sie gekommen waren."
In der Zwischenzeit habe man aber die italienische Küstenwache erreicht und somit gewusst, dass die Rettungsaktion schon angelaufen sei, so Limberger. (apa/red)
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