Nach Madrid-Anschlägen: Haftbefehl gegen fünf Terror-Verdächtige
- U-Richter wirft mutmaßlichen Tätern Mord in 190 Fällen vor
- Vermeintlicher Drahtzieher brach bei Verhör in Tränen aus
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Gegen die ersten fünf Festgenommenen nach den Bombenanschlägen des 11. März in Madrid ist am Freitag nach Rundfunkberichten Haftbefehl erlassen worden. Untersuchungsrichter Juan del Olmo werfe dem mutmaßlichen Drahtzieher Jamal Zougam und zwei weiteren Marokkanern Mord in 190 Fällen sowie versuchten Mord in 1400 weiteren Fällen sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor, meldete der staatliche Sender RNE. Den zwei Indern legte er Komplizenschaft zur Last, wie es weiter hieß.
Die fünf Festgenommenen seien in das Gefängnis Soto del Real außerhalb Madrids gebracht worden. Zougam brach bei dem Verhör in Tränen aus, wie es weiter hieß. Er und seine mutmaßlichen Komplizen hätten die Vorwürfe bestritten. Der 30-jährige Zougam habe aber eingeräumt, den mutmaßlichen Anführer einer im November 2001 in Spanien zerschlagenen Zelle El Kaidas, Imad Eddin Barakat Yarkas alias "Abu Dahdah", gekannt zu haben. Diese Zelle soll die Attentate des 11. September in den USA mit vorbereitet haben.
(apa/red)
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