Neuer Anschlag gegen Hotel im Irak: 2 Tote in Basra
- Mutmaßlicher Täter wurde gelyncht
- Zahl der Attentatsopfer in Bagdad unklar
·Mind. 17 Tote
Bagdad: Explosion zerstört Hotel!
·Kritik von Blix
"Irak-Krieg war überflüssig"
Beim zweiten Bombenanschlag gegen ein Hotel im Irak innerhalb von wenigen Stunden sind am Donnerstag in der südlichen Stadt Basra zwei Menschen getötet worden. Augenzeugen berichteten, bei den Toten handle es sich um die Attentäter. Auch am Tag nach der Autobombenexplosion vor dem Hotel in Bagdad war die genaue Zahl der Todesopfer unklar. Von sechs bis zu 30 Todesopfern war die Rede. Helfer setzten indes die Suche nach Überlebenden in den Trümmern des Hotels "Dschabal Lubnan" in Bagdad fort.
US-Soldaten sprachen von 17, Innenminister Nuri Badran dagegen von sechs Toten. Nach Angaben von Krankenhausärzten gab es bis zu 30 Todesopfer und rund 45 Verletzte. Ein Angestellter des zerstörten Hotels sagte, er habe mehrere getötete Gäste gesehen, darunter einen Briten. Anwohner berichteten in einem Nachbarhaus seien sieben Angehörige einer irakischen Familie gestorben.
Bei neuen Anschlägen in Bagdad und in Balad starben nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera drei US-Soldaten. In Tikrit kam nach Angaben der Polizei ein irakischer Autofahrer ums Leben, als US-Soldaten auf einer Straße das Feuer auf ihn eröffneten. In Bakuba erschossen Unbekannte drei Mitarbeiter des irakischen Staatsfernsehens.
Mutmaßlicher Täter gelyncht
Nach der Bombenexplosion ist ein Verdächtiger von einer wütenden Menschenmenge gelyncht worden. Der Mann sei zu Tode geprügelt worden, sagte ein Krankenhaussprecher am Donnerstag. Bei der Explosion waren zuvor zwei Menschen getötet worden. Mindestens drei Menschen wurden verletzt, darunter ein neunjähriger Bub. Während in ersten Berichten von einer Autobombe die Rede war, ging eine britische Militärsprecherin von einem am Straßenrand detonierten Sprengsatz aus.
Nach der Explosion stellte eine wütende Menschenmenge einen als Täter verdächtigten Mann und lychnte ihn. Er starb nach Medizinerangaben bei der Ankunft im Krankenhaus. Armee und Polizei sperrten das Gebiet rund um den Explosionsort ab. In dem Hotel waren mehrheitlich Iraker untergebracht. (apa/red)
