Farbattacke in Slowenien: Weltbankpräsident getroffen!
- Globalisierungskritiker attackierten Wolfensohn und slowenischen Finanzminister Mramor
- Farbbeutel-Werfer sind flüchtig

Globalisierungkritiker haben am Mittwoch Weltbankpräsident James Wolfensohn und den slowenischen Finanzminister Dusan Mramor mit Farbbeuteln beworfen. Wolfensohn und Mramor waren auf dem Weg zu einer Buchvorstellung in einer Messehalle in Laibach, als sie zu Opfern der Farbattacke wurden. Zwei Demonstranten wurden festgenommen, als sie während der Buchvorstellung ein Transparent entrollten. Die Suche nach den Beutelwerfern sei noch im Gange, sagte eine Polizeisprecherin.
Nachdem Mramor den Anzug gewechselt und Wolfensohn die grüne Farbe aus Haar und Gesicht gewaschen hatten, nahmen die beiden wie geplant an der Präsentation teil. Mramors Sprecherin Damjana Kruselj räumte ein, die globalisierungskritische Bewegung sei eine Realität in Slowenien. "Wir bedauern den misslichen Vorfall und halten diese Art des Protests für nicht hinnehmbar", sagte Kruselj weiter.
Wolfensohn befand sich zu einem zweitägigen Kurzbesuch in Laibach, um Sloweniens Aufstieg vom Empfänger- zum Geberland in der Weltbank zu würdigen. Die ehemalige jugoslawische Republik mit zwei Millionen Einwohnern wird am 1. Mai Mitglied der Europäischen Union. Unter den zehn Beitrittstaaten gilt Slowenien als der wirtschaftsstärkste. (apa)
