Krisen-Gipfel: Schröder und Chirac vereint gegen Terror
- Französischer Staatspräsident: "Sind nicht sicher vor Terroranschlägen"
- Deutscher Kanzler: Man müsse die Wurzeln der Gefahr bekämpfen
·Paris im Visier
Terror-Drohungen gegen Frankreich!
·Gegen Terror
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·Alarmstufe rot
Sprengstoffhunde am Wiener Airport!
·Madrid-Bomben
El Kaida bekennt sich zu Anschlägen
·Nach Wahl-Sieg
Spanien zieht Irak- Soldaten ab!
·Spanien weint
11 Millionen trauern um Terror-Opfer
Frankreich ist nach Einschätzung von Präsident Jacques Chirac "nicht sicher vor Terroranschlägen". Behörden und Bürger müssten wachsam sein, sagte Chirac am Dienstag in Paris nach einem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Die internationale Gemeinschaft müsse zudem gemeinsam und ohne Unterlass "gegen den Terrorismus in jeder Form" vorgehen und die Konflikte beenden, welche "Nährboden der Gewalt" seien.
Schröder sagte, man müsse auch die Wurzeln des Terrorismus bekämpfen. Dazu gehörten die Ungleichheit und die Unterentwicklung in der Dritten Welt. Auch der Einsatz von Machtmitteln sei unumgänglich. "Wir werden diesen Anstrengungen gewachsen sein", so Schröder. Er sagte weiter: "Wir müssen aufpassen, dass der Kampf gegen den Terrorismus gewonnen wird." Chirac mahnte, man müsse gegen "den Fatalismus des Zivilisationsschocks" antreten und den Dialog fördern.
Schröder betonte, er "teile die Analyse" seines Gastgebers. Deutschland und Frankreich setzten weiter auf eine Einigung zur europäischen Verfassung noch unter der bis Ende Juni laufenden irischen EU-Ratspräsidentschaft. Beim Brüsseler EU-Gipfel in der kommenden Woche werde es aber noch keine Einigung geben, sagte der Kanzler.
Guter Start für Zapatero
Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mit dem neuen spanischen Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero eine "enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit" vereinbart. Schröder hat am Dienstag Zapatero telefonisch zu seinem Wahlsieg gratuliert. Wie ein Regierungssprecher in Berlin weiter mitteilte, habe Zapatero seinen Willen zur intensiven politischen Kooperation mit Deutschland und Frankreich insbesondere in europapolitischen Fragen betont. Der neue spanische Regierungschef habe die Einladung Schröders zu einem baldigen Besuch in Berlin angenommen.
Auch der britische Premierminister Tony Blair führte am Dienstag ein viertelstündiges Telefongespräch mit seinem Parteifreund Rodriguez Zapatero. Die Unterhaltung wurde von einem Sprecher Blairs als "herzlich und freundlich" beschrieben. Doch die britische Medien sehen Blair in Europa nun einhellig isoliert. Der geschlagene bisherige konservative Ministerpräsident Jose Maria Aznar galt als engster Verbündeter Blairs in der EU.
(apa, red)
