Vote Belinda: Frank Stronachs Tochter verbucht ihren ersten Sieg in Kanada!
- Sie erreichte Nominierung für Parlamentsmandat
- Umfrage: Stronach würde Premier Martin schlagen
Belinda Stronach sorgt in Kanada für frischen Wind: Die Quereinsteigerin mit österreichischen Wurzeln Premierministerin werden! Ihren 1. Sieg hat sie schon errungen: Die Nominierung in ihrem Heimatbezirk Newmarket-Aurora hat die ehemalige Chefin des dort ansässigen Automobilzulieferers Magna knapp erreicht.
Sie bezwang bei einer Parteiversammlung die Gegenkandidatin Lois Brown, ein langjähriges Parteimitglied der Kanadischen Allianz, um nur 100 Stimmen. Brown hatte schon im Sommer vor der Fusion der beiden konservativen Parteien diesen Bezirk gewonnen, bei einer neuerlichen Wahl am 9. März siegte jedoch Stronach.
Kritiker werteten die Entscheidung als "Sieg des Geldes über die Politik", denn Stronach hatte eine ungleich größere Wahlkampf-Kasse zur Verfügung. Außerdem wurde sie vom ehemaligen Premier der Provinz Ontario, Mike Harris, unterstützt. Anhänger der unterlegenen Brown waren über das knappe Ergebnis erstaunt.
Sie hatten sich gegen die vielfache Multimillionärin von vornherein keine Chance ausgerechnet. Für die Entscheidung am nächsten Wochenende über die konservative Parteiführung kann der Neo-Politikerin der Sieg in Newmarket nur nützen.
Auch bei einer Umfrage kann Stronach auf einen Sieg verweisen: Laut einer auf ihrer Website veröffentlichten Befragung der Firma Acrobat Research, die 600 Kanadier befragte, würde Stronach sogar den liberalen Premierminister Paul Martin schlagen.
Demnach würden bei sofortigen Wahlen 46 Prozent Stronach wählen, nur 37 Prozent den amtierenden Premier. Ein weiterer Bewerber für den konservativen Parteivorsitz, Stephen Harper, läge Kopf an Kopf mit Martin, während Tony Clement deutlich hinter dem Premier liege. (apa)
