Im 87. Lebensjahr: "Kräuterpfarrer" Weidinger gestorben
- Seit 1979 Leiter des "Vereins der Freunde der Heilkräuter"

Der als "Kräuterpfarrer" über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Prämonstratenser-Chorherr und Buchautor Hermann-Josef Weidinger ist am Sonntag im 87. Lebensjahr gestorben. Das berichtete Kathpress am Sonntagabend.
Der 1918 in Riegersburg geborene Weidinger entschloss sich mit 18 Jahren, Missionar zu werden. Er trat in das Missionshaus Unterwaltersdorf (Niederösterreich) ein, maturierte 1938 und fuhr noch im selben Jahr nach China. Dort wurde Weidinger in der Pressearbeit eingesetzt und gründete im damals noch portugiesischen Macao einen Verlag. Nach medizinischen Kursen lernte Weidinger als Assistent eines Militärarztes die chinesische Naturheilkunde kennen.
Nach Abschluss des Philosophie- und Theologiestudiums wurde Weidinger 1949 zum Priester geweiht. Im Auftrag des Vatikans bereiste er auch Amerika und andere Erdteile, um die im Ausland lebenden chinesischen Akademiker zu betreuen. Als ihm bei einem Heimaturlaub 1953 eine Malaria-Erkrankung die Rückkehr nach China unmöglich machte, trat er in das Prämonstratenserstift Geras ein und wurde Pfarrer in Harth. Nach dem Tod des damaligen "Kräuterpfarrers" Karl Rauscher im Jahr 1979 übernahm Weidiniger die Leitung des in Karlstein ansässigen "Vereins der Freunde der Heilkräuter". (apa)
