Tirol: Steirer stellte Weltrekord im Skitourenmarathon auf
- Unglaublich: 17.011 Höhenmeter in knapp 24 Stunden bewältigt
- Nach all den Strapazen noch "ins Ziel gesprintet"

Einen Weltrekord im Skitourenmarathon hat der gebürtige Steirer Günter Burgsteiner von Freitag bis Samstag in Mayrhofen im Tiroler Zillertal aufgestellt. Innerhalb von knapp 24 Stunden bewältigte Burgsteiner rund 17.011 Höhenmeter, teilte der Betriebsleiter der Ahornbahn in Mayrhofen der APA mit. Burgsteiner sei nach seinem Marathon sogar noch "ins Ziel gesprintet".
Der Startschuss zu dem spektakulären Rekordversuch war am Freitag um 16.00 Uhr bei der Talstation der Ahornbahn gefallen. Der Steirer hatte ursprünglich geplant, zwölf Mal die 5,5 km lange Strecke, die eine Steigung bis zu 40 Prozent aufweist, aufzusteigen. Bei jedem Bergaufgang ließ er 1.300 Höhenmeter hinter sich. Am Samstagnachmittag machte sich Burgsteiner dann sogar noch ein 13. Mal auf den Weg nach oben. Für den Zieleinlauf wurde der Sportler nach seinem 13. Aufstieg zu einer Liftstation unterhalb der Bergstation gebracht. Von dort aus legte er die letzten Höhenmeter seines genau 23 Stunden 49 Minuten und 30 Sekunden dauernden Marathons zurück.
Während des gesamten Rekordversuchs habe sich Burgsteiner nur bei der je siebenminütigen Talfahrt mit der Gondel ausgerastet, hieß es. Dort sei der Sportler mit Essen versorgt und massiert worden. Für seine körperliche Top-Form habe Burgsteiner neben seiner beruflichen Verpflichtung als Skilehrer bei der Ski- und Alpinschule Mount Everest 20 Stunden pro Woche investiert. In diesem Winter habe er bereits 100.000 Höhenmeter im Skitouren-Aufstieg zurückgelegt. Zusätzlich trainiert er auf dem Crosstrainer oder verbessert seine Kondition beim Laufen.
Zeitgleich mit Burgsteiners Weltrekordversuch fand am 20. März der 3. Hahnpfalzlauf in Mayrhofen statt. Er stellt das Finale des Tiroler Skitouren Cups dar. Der Tiroler Jürgen Juen entschied dieses Rennen für sich. Gesamttiroler Meister im Ski-Bergsteigen wurde Reinhard Hurth aus Oberperfuss.
Beim Hahnpfalzlauf maß sich die Elite der Tourengeher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ein letztes Mal. Auf einer Länge von 6,3 Kilometern wurde ein Höhenunterschied von 1.600 Metern überwunden. Der Startschuss (Massenstart) zu diesem Lauf erfolgte am Samstag um 12.00 Uhr an der Talstation der Ahornbahn. Von dort ging es bis zum Filzenköpfl auf 2.227 Metern. Danach folgte die Abfahrt zum Ahornlift und der Wiederaufstieg zur Bergstation der Ahornbahn, die auch das Ziel dieser Tour darstellte. (apa)
