Mit mehreren Fünfern: Gehrer lässt Aufsteigen prüfen
- Wissenschaftsministerin: Bei späterem Leistungsnachweis
- PLUS: Österreicher gegen Abschaffung von Noten!
·Schulnoten adé
Österreicher
sind dagegen!
Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer lässt das Aufsteigen mit mehreren Nichtgenügend bei späterem Leistungsnachweis prüfen. Offen ist noch die Frage, was mit Schülern passiert, die den Nachweis nicht schaffen. In einem Interview betont Gehrer, sie lasse derzeit gerade Schule "neu denken".
"Ich habe vier Wissenschafter beauftragt, völlig frei zu denken über Fragen, was Schule verbessern kann. Das sind Berater wie in der Wirtschaft. Da wird nicht alles 1:1 umgesetzt. Die Vorschläge dieser Zukunftskommission werden mit den Experten diskutiert. Meine Experten sind die Lehrer und Lehrerinnen. Die Zukunftskommission ist nicht das neue Ministerium und der Leiter der Kommission ist auch nicht der neue Minister". Gehrer wies zurück, dass sie Vorschläge der Zukunftskommission wie ein Aufsteigen mit mehreren Nichtgenügend bei gleichzeitiger Förderung sofort abgeblockt habe. "Ich blocke nichts ab. Die Kommission schreibt, dass selbstverständlich nicht vorhandene Leistung mit einer Nachprüfung nachzuweisen ist und nicht, dass mit so und so viel Nichtgenügend aufzusteigen ist".
Sie sei für alle Hilfestellungen zu haben, "nur muss alles überlegt sein. Was passiert, wenn ein Schüler aufsteigt und die Nachprüfung nicht schafft? Da hat der Vorsitzender der Kommission gesagt, dass darüber erst nachgedacht werden muss. Das Wiederholen von Klassen sollte verringert werden. Dafür bin ich sofort. Aber generell zu sagen, dass jeder ohne jede Leistung aufsteigt, ist doch unehrlich gegenüber dem Kind".
Sie sage überhaupt nicht von vornherein nein. "Ich sage Angebote auf den Tisch, ich sage, 10.000 zusätzliche Betreuungsangebote. Ich mauere nicht. Ich bin keine Mauerin". (apa)
