Attacke in OÖ: Hund griff fünf Personen an!
- Drei Verletzte - Fünfjähriger von Vater gerettet
Fünf Personen hat eine mittelasiatische Schäferhündin am Dienstag in Oberösterreich angegriffen - das gab die Sicherheitsdirektion am Freitag bekannt. Drei der Opfer wurden verletzt, ein fünfjähriger Bub kam Dank des raschen Eingreifens seines Vaters mit dem Schrecken davon. Da die 26-jährige Besitzerin des Hundes - der bereits zuvor zweimal Leute attackiert hat - berufstätig ist, war tagsüber ihr 68-jähriger Schwiegervater mit der Aufsicht betraut. Er bekam von den Vorfällen aber nichts mit.
Der Pensionist hatte die mittelasiatische Schäferhündin "Bigul" zusammen mit dem zweiten Hund seiner Schwiegertochter, einem Bernhardiner, im Innenhof seines landwirtschaftlichen Anwesens in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) eingeschlossen. Den beiden Vierbeinern gelang es aber, die Sperrvorrichtung des Hoftores zu lösen und das Tor zu öffnen. Während der Bernhardiner die gewonnene Freiheit für ein gemütliches Nickerchen in der Sonne nutzte, war "Bigul" weit weniger friedlich.
Unweit des Anwesens griff die Hündin - grundlos und ohne "Vorwarnung" - einen 40-jährigen Gärtnermeister an, biss den Mann ins Gesäß und rannte sofort wieder davon. Kurz darauf attackierte sie eine 68-jährige Pensionistin und fügte ihr eine Bissverletzung an der Hüfte zu. Eine 39-jährige Radfahrerin, die gerade des Weges kam, wurde von dem Hund von hinten angefallen und am Oberschenkel verletzt, eine 50-jährige Landwirtin hatte Glück: Sie wurde nur "gezwickt". Nach diesen vier Attacken endete "Biguls" Ausflug vorerst, sie wurde vom Schwiegervater ihres "Frauerls" aufgegriffen und wieder in den Hof gesperrt - von den Angriffen hatte der Mann nichts mitbekommen.
Wenig später gelang es dem Hund abermals, sich zu befreien. Wieder völlig grundlos attackierte er einen fünfjährigen Buben, der in der Nähe mit seinem achtjährigen Bruder spielte. Der Ältere alarmierte sofort seinen Vater, der seinem Sohn zu Hilfe eilte. Der Landwirt versuchte zunächst erfolglos, das Tier durch Schreien zu vertreiben und zerrte es anschließend mit Gewalt von dem Kind weg. Der Bub kam mit dem Schrecken davon. Das weitere Schicksal von "Bigul" - die übrigens bereits zwei Mal Personen angegriffen und verletzt hat - liegt nun in den Händen der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. (apa)
