Freitag, 19. März 2004

Debakel bei AK-Wahl: ÖAAB verliert Absolute in Vorarlberg!

  • ÖAAB fiel von 60 auf 46%, FSG verdoppelt von 16% auf 35%!
  • Sausgruber: Mahnung für Landtagswahl am 19. September

Debakel bei der AK-Wahl in Vorarlberg: Der ÖAAB verlor laut vorläufigem Endergebnis die Absolute! Der ÖAAB fiel von 60 auf 46%, FSG verdoppelt von 16% auf 35%. Landeshauptmann Sausgruber meinte, das Ergebnis sei eine Mahnung für die Landtagswahl am 19. September.

Die Zahlen gab Bezirkshauptmann Bernhard Wiederin als Wahlkommissär in der AK-Zentrale in Feldkirch bekannt. Das Ergebnis bringt Stimmenverluste für die ÖAAB-Fraktion von Präsident Josef Fink, die die absolute Stimmenmehrheit in der AK-Vollversammlung verliert. Starke Stimmengewinne gab es für die FSG, Zugewinn auch für die Liste "Gemeinsam". Verluste verzeichnen auch die Fraktion der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) und die Liste Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ), .

Die ÖAAB-Fraktion kam auf 46,54% (1999: 60,01),
die FSG auf 35,20% (16,11),
die FA auf 6,25% (12,74),
die NBZ auf 6,68% (7,17)
die Liste Gemeinsam auf 5,33%(3,38).

Die Wahlbeteiligung war etwas niedriger und lag bei 43,61%(1999: 45,39).

Daraus ergibt sich folgende Verteilung der 70 Mandate in der AK-Vollversammlung: ÖAAB 34 (1999: 43); FSG 25 (11); FA 4 ( 9); NBZ 4 ( 5); Gemeinsam 3 ( 2). Die Mandate im AK-Vorstand: ÖAAB 6 (7); FSG 4 (2); FA 0 (1); NBZ 0 (0); Gemeinsam 0 (0).

Insgesamt gab es 105.190 Wahlberechtigte. Abgegeben wurden 45.871 Stimmen (43,61 Prozent), gültig waren 45.340 Stimmen (43,1 Prozent). Auf den ÖAAB entfielen 21.102 Stimmen, auf die FSG 15.958 Stimmen, auf die FA 2.836, die NBZ 3.027 und die Liste Gemeinsam 2.417 Stimmen.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V), wertete das Ergebnis der AK-Wahl als Mahnung für Landtagswahl am 19. September. Der Verlust der Absoluten für AK-Präsident Josef Fink wäre ein "sehr ernst zunehmendes Signal", sagte er vor Journalisten. Es gehe vor allem darum, den Vorarlberger Weg politisch fortzusetzen, so Sausgruber: "Jedenfalls muss uns bewusst sein, dass es bei der Landtagswahl um einiges geht und es ein großer Irrtum wäre zu glauben, die Wahl sei schon gelaufen, Stimmungen können sich ändern und v.a. ist die Wahlbeteiligung eine wichtige Frage".

(apa/red)

19.3.2004 15:18