Donnerstag, 18. März 2004

Horrorzahlen zur Pension: Laut Gusenbauer verlieren Junge 50%!

  • SPÖ-Chef präsentiert alarmierende Zahlen vor Pensions-Volksbegehren
  • Volksbegehren startet am Montag

Horrorzahlen zur Pension! Gusenbauer präsentiert düstere Zahlen: Die heute unter 30-Jährigen hätten nach der letzten Pensionsreform der Regierung mit um rund 50% niedrigeren Pensionen zu rechnen! Mit diesen dramatischen Berechnugnen warben SPÖ-Chef Gusenbauer und Volksbegehren-Sprecherin Knoll für das Pensions-Volksbegehren ihrer Partei, das am Montag startet.

Zur Untermauerung ihrer Kritik präsentierten sie konkrete Fälle. Gusenbauer hofft nun auf eine möglichst breite Unterstützung, "denn mit umso größerem Druck kommt die Lawine des Protests ins Parlament".

Die "Pensionskürzungsreform" müsse rückgängig gemacht werden, forderte Gusenbauer einmal mehr. Für die Älteren gebe es noch eine Verlustdeckelung von zehn Prozent, für die unter 30-Jährigen aber nicht. Bei ihnen würden die Pensionskürzungen "zu 100 Prozent wirksam". Besonders betroffen seien Frauen und Menschen, die im Laufe ihres Lebens immer wieder von Arbeitslosigkeit betroffen seien. Auf die Frauen würde noch immer die Hauptlast der Kinderbetreuung fallen, so der SPÖ-Chef. Durch die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes von 15 auf 40 Jahre würden die Ausfälle durch die Babypausen "voll durchschlagen". Ähnlich sei es bei den Zeiten der Arbeitslosigkeit.

Die Folge sei, dass viele Pensionen künftig "an oder unter der Armutsgrenze" liegen würden. Das Argument, wonach heute Junge noch privat vorsorgen könnten, ist für Gusenbauer "zynisch". Laut einer Studie der oberösterreichischen Arbeiterkammer hätten bereits jetzt 57 Prozent der Jungen "erhebliche Probleme" mit ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine private Pensionsvorsorge könnten sie sich nicht leisten, meinte Gusenbauer in Richtung Regierung. Die junge Generation laufe Gefahr, "eine Generation der Armut" zu werden.

Das Volksbegehren liegt vom 22. bis 29. März auf. Gusenbauer erhofft sich einen "Top-Ten"-Platz. (apa)

18.3.2004 15:43