Donnerstag, 18. März 2004

Bildungssystem: FPÖ fordert verpflichtende Vorschule

  • Für all jene Kinder, die nicht die deutsche Sprache beherrschen
  • Schüler wären nicht in der Lage dem Unterricht zu folgen

Eine verpflichtende Vorschule für all jene Kinder, die nicht den Anforderungen des Regelunterrichts folgen können, etwa weil sie nicht die deutsche Sprache beherrschen, forderte FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann. Bereits zuvor hatte die Forderung von SPÖ-Chef Gusenbauer für einen verpflichtenden Kindergarten für Aufregung gesorgt.

Alle Kinder sollten die bestmögliche Ausbildung erhalten, begründet Bleckmann ihren Vorstoß auf Wiedereinführung der Vorschule, die "leider von der SPÖ abgeschafft wurde". Es gebe aber das Problem, dass Kinder nicht in der Lage seien, dem Unterricht zu folgen, etwa weil sie die Unterrichtssprache nicht verstünden. Dies führe bei Kindern und Lehrern zu großen Frustrationen.

Im Zusammenhang mit den vom Bildungsministerium geplanten Bildungsstandards für die vierte und achte Schulstufe meinte Rossmann, dass es zu wenig sei, Leistungen damit messbar zu machen. "Es müssen auch Empfehlungen daraus abgeleitet werden können, etwa ob ein Kind mittelschulreif ist", so die FP-Bildungssprecherin. Verpflichtende Leistungsstandards forderte Rossmann auch für Lehrer. Sie verwies dabei auf "erfolgreiche Modelle" in Kärnten und Oberösterreich, wo es verpflichtendes Feedback auch für Lehrer, Direktoren und die Schule gebe.

Für die Lehrer verlangt Rossmann ein Ende der Pragmatisierung, höhere Anfangsgehälter und die Aus- und Weiterbildung in den Sommerferien. In den Sommermonaten sollten die Schulen geöffnet bleiben - was rechtlich möglich sei, bisher aber von den Schulwarten blockiert werde - um Nachhilfe und Begabtenförderung durch Lehrer anzubieten.

(apa)

18.3.2004 13:35