Broukal-Kritik: "Jetzt hat die SPÖ den Haider-Salat"
- Wegen Koalition: "Negative Stimmung" in Kärntner SP
- Wiegenbauer: Ambrozy war nicht zu Abschluss ermächtigt
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Bures hält Haider für "problematisch"
SPÖ-Abgeordneter Josef Broukal hält die Vorgangsweise der Kärntner SP für eine Zumutung. "Da nützt kein Beschwichtigen", schreibt er in einem Gastkommentar: "Jetzt hat die SPÖ den Haider-Salat. Aber vielleicht ist das ganz gut so. Vielleicht erspart die kleine Kärntner Zerreißprobe der SPÖ eine große, gesamtösterreichische", meint Broukal. Und: An der Kärntner Koalition mit Jörg Haider werde die SPÖ "noch länger kauen als an einem Spargelessen".
Aus der Kärntner SPÖ kommt weiterhin Kritik am schnellen Abschluss des blau-roten Paktes: "Es gibt eine absolut negative Stimmung gegen Peter Ambrozy", den SPÖ-Chef in Kärnten, sagte der Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter laut "Standard". Die Situation sei "sehr kritisch". Ambrozy müsse erklären, "wo sich die 38,5 Prozent SPÖ-Wähler in der Vereinbarung mit der FPÖ wiederfinden".
Empört über Ambrozy äußerte sich auch der Klagenfurter SPÖ-Chef und Vizebürgermeister Ewald Wiegenbauer: "Es kann doch nicht sein, dass die Grundwerte der Sozialdemokratie auf dem Altar der Neigungen einiger zu Jörg Haider geopfert werden." Ambrozy sei nur zu Verhandlungen legitimiert gewesen, nicht aber zu einem Abschluss mit der FPÖ. Eine weitere Obmann-Kandidatur von Ambrozy beim Parteitag lehnt Wiegenbauer strikt ab. (apa)
