Angst geht um: Sicherheitsgefühl im Großraum Wien nimmt ab
- 73% haben Angst vor Einbrüchen
- 78% wünschen Zusammenarbeit von Polizei und Security-Firmen
·Terror-Angst
Videoüberwachung bald in Österreich?
·Neue Strategie
Strasser will einen EU-Geheimdienst
·Alarmstufe rot
Sprengstoffhunde am Wiener Airport!
Das Sicherheitsgefühl vieler Bewohner Wiens und Umgebung hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Das ergibt eine aktuelle Studie, aus der auch hervorgeht, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine verstärkte Zusammenarbeit der Exekutive mit privaten Sicherheitsfirmen will.
Innenminister Ernst Strasser betonte am Mittwoch, dass hoheitsrechtliche Angelegenheiten weiter in den Händen von Polizei und Gendarmerie bleiben müssten.
Die größte Sorge der Befragten galt Einbruchsdelikten: 73 Prozent fühlen sich dadurch am stärksten gefährdet. Fast die Hälfte sieht sich durch Diebstähle am wahrscheinlichsten bedroht, ergab die Studie, die das Marktforschungsinstitut Karmasin für den Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs (VSÖ) durchgeführt hat.
78 Prozent sprachen sich für eine verstärkte Zusammenarbeit der Exekutive mit privaten Sicherheitsanbietern aus. Vor allem im Bereich der Bewachung und Streifentätigkeit und bei den Alarmanlagen und -verfolgung wurde dies gewünscht.
Innenminister Strasser kann diesem Ansinnen durchaus etwas abgewinnen, wie er heute, Mittwoch, bei der Präsentation der Studie betonte. Es gebe viele Aufgaben, die nicht Kernaufgabe der Polizei seien, und "die in vielen Fällen besser, bürgerfreundlicher und schneller" von Privaten erledigt werden könnten. Als Beispiele dafür nannte er die Geschwindigkeitsüberwachung im Rahmen der Section Control oder die Mautaufsicht, zwei Bereiche, die derzeit bereits von der Asfinag betreut werden. Die Auswertung müsse jedoch weiter in den Händen der Exekutive bleiben.
Die Mehrheit der Österreicher fühlt sich in ihrer Heimat offenbar sicherer als anderswo. Nur 13 Prozent waren der Meinung, andere Länder seien weniger gefährlich. (apa)
