Mittwoch, 17. März 2004

Autorin Jeannie Ebner 85-jährig gestorben

  • Schrifstellerin gilt als eine der wichtigsten Autorinnen der Nachkriegsliteratur

Die österreichische Schriftstellerin Jeannie Ebner ist am Dienstag in Wien im 86. Lebensjahr verstorben. Das gab der Sozialfonds für Schriftsteller heute Vormittag gegenüber der APA bekannt. Ebner gilt als eine der wichtigsten Autorinnen der österreichischen Nachkriegsliteratur. Am 17. November des Vorjahres hatte sie ihren 85. Geburtstag mit einem Fest begangen.

Jeannie Ebner wurde am 17. November 1918 als Kind österreichischer Eltern in Sydney geboren und wuchs in Wiener Neustadt auf. Ab 1950 lebte sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien. Von 1968 bis 1979 arbeitete sie als Redakteurin der Monatszeitschrift "Literatur und Kritik" und übersetzte im Laufe der Jahre über 20 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche, darunter die Werke von Edna O'Brian und Doris Lessing.

Bereits ihr erster, vom Surrealismus beeinflusster Roman "Sie warten auf Antwort" (1954) erweckte das Interesse der Kritik, weitere Werke, u.a. "Schatten der Göttin" (1963), "Protokoll aus einem Zwischenreich" (Erzählungen, 1975), "Erfrorene Rosen" (Tagebucherzählungen, 1979), "Drei Flötentöne" (Roman, 1981), "Akatäon" (Novelle, 1983), "Das Bild der Schwestern" (Erzählungen, 1984) und "Papierschiffchen treiben: Erlebnisse einer Kindheit" (1987), folgten.

(apa)

17.3.2004 12:11