Frankreich-Sozialisten protestieren: Striktes Nein zu Blau-Rot in Kärnten
- Moscovici: "Sozialisten gehen nicht mit Nostalgikern des Dritten Reiches zusammen"
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Haider und die FPÖ machen nach den Landtags-Wahlen politisch gemeinsame Sache in Kärnten: Diese Koalition stößt bei Frankreichs Sozialisten auf heftige Kritik! Der Sekretär für internationale Verbindungen der Sozialistischen Partei Frankreichs (PS) und frühere Europaminister Pierre Moscovici sagte: Die FPÖ sei "nicht irgendeine Partei" und Sozialisten gingen "nicht mit Nostalgikern des Dritten Reiches zusammen".
Das sagte Moscovici Dienstag Abend in der "ZiB 2". Er erwarte sich von der SPÖ-Führung, dass für sie "auf nationaler Ebene eine Allianz nicht in Frage kommt".
Zuvor hatte die Führung der Parti socialiste zur Zusammenarbeit der SPÖ mit der FPÖ in Kärnten erklärt, die SPÖ lasse sich auf unzulässige Weise mit Rechtsextremen ein. Parteichef Francois Hollande hatte am Montag gesagt, seine Sozialisten könnten ihre österreichischen Partner "nicht verstehen".
Zu Spekulationen über eine eventuelle Kandidatur von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) für die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi sagte Moscovici, ihn würde dies "schockieren", da Schüssel mit der FPÖ eine Regierungskoalition gebildet habe. Schüssel sei zwar der "legitime Bundeskanzler" Österreichs und werde zu Recht in den europäischen Hauptstädten empfangen, "aber als Modell? - Nein!"
(apa)
