Kindergeld im Februar: Schon 155.427 Bezieher
- Auslaufendes Karenzgeld auf 19.109 Bezieher gefallen
- Kinderbetreuungsgeld auf 136.318 Antragsteller gestiegen

Mit 155.427 - vorwiegend Frauen - gab es im Februar 2004 wieder einen Rekord an Beziehern von Kinder- bzw. Karenzgeld. Aus den jüngsten Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger geht hervor, dass die Zahl der Kindergeldbezieher weiter auf 136.318 gestiegen ist.
Die Zahl der Karenzgeldbezieher auf den absoluten Tiefststand von nunmehr 19.109 zurückgegangen ist. Von den 155.427 Gesamtbeziehern waren nur 3.626 oder 2,3 Prozent Männer. Der Grund ist einfach: Als männlicher Antragsteller muss man nachweisen, dass man den überwiegenden Teil der Hausarbeit erledigt. Bei Frauen wird das von vornherein angenommen. Das macht vieles einfacher.
Allerdings ist sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen an allen Kindergeldbeziehern der Anteil der Männer - wenn auch geringfügig - im Steigen. So gab es im Jänner 2003 nur 2.516 Männer bei insgesamt 137.803 Beziehern, was 1,82 Prozent entsprach. Nun sind es bereits 3.626 Männer oder 2,33 Prozent.
Seit Jänner 2002 gibt es das Kindergeld. Die Altfälle des Karenzgeldes laufen Ende 2004 aus. Die Höhe des Karenzgeldes betrug 416 Euro und wurde bei Alleinerziehern eineinhalb Jahre und bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile zwei Jahre gewährt. Das Kindergeld beträgt nun 436 Euro und wird, wenn beide Elternteile die Betreuung übernehmen, drei Jahre ausbezahlt. Ein Elternteil kann maximal zweieinhalb Jahre das Kindergeld in Anspruch nehmen, wobei der Kündigungsschutz allerdings nur 24 Monate dauert.
Der Kreis der Anspruchsberechtigten für das neue Kindergeld wurde auf Selbstständige, Hausfrauen, Studentinnen und Bäuerinnen ausgedehnt. Der Bezieherkreis ist damit deutlich gestiegen.
(apa, red)
