"profil": Alpine-Geschäftsführer in Münchner Schmiergeldaffäre schwer belastet
- Laut Wildmoser-Anwalt führte Aluta-Oltyan persönlich Verhandlungen über Provisionen
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird Dietmar Aluta-Oltyan durch Ermittlungsergbnisse in der Schmiergeldaffäre um das Münchener Allianz-Stadion schwer belastet.
Der Geschäftsführer der Alpine Mayreder Bau GmbH soll mit Stefan D., einem Schulfreund von Karl-Heinz Wildmoser junior, persönlich Gespräche über Provisionszahlungen verhandelt haben. "Aluta-Oltyan hat Gespräche über Provisionen geführt. Das geht aus den Ermittlungsakten hervor", so Ulrich Ziegert, Anwalt von Karl-Heinz Wildmoser junior gegenüber "profil". Allerdings habe es in diesem Zusammenhang keine direkten Geldflüsse zwischen Aluta-Oltyan und den Wildmosers gegeben.
Wildmoser junior ist Geschäftsführer der Stadion-Bauherrin "Allianz Arena München Stadion GmbH". Über Stefan D. kam die Affäre infolge einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung ins Rollen. Die Alpine bzw. einige ihrer Tochterfirmen sollen insgesamt 2,8 Millionen Euro an ihn überwiesen haben - ausgewiesen etwa als "Beraterhonorare" oder "Darlehen". Anschließend ging das Geld an die "Weißer Hirsch Immobilien GmbH" in Dresden, eine Wildmoser-Firma mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, weiter.
Horst Koch, Strafverteidiger von Aluta-Oltyan, bezweifelt, dass sein Mandant Einfluss auf die Auftragsvergabe nehmen konnte: "Es fragt sich, ob die Wildmosers bei der Vergabe überhaupt entscheidungsbefugt waren", so Koch gegenüber "profil". "Der Beschluss wurde von einem 17-köpfigen Gremium getroffen. Sollen die alle bestochen worden sein?"
(profil)
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