Verfahren droht: Coca-Cola im Visier von Brüssel
- EU-Wettbewerbshüter gegen Werberabatte des US-Getränkekonzerns
- Ende März soll neue Verhandlungenrunde stattfinden
Der Coca-Cola-Konzern hat trotz Zugeständnissen bisher nicht die Wettbewerbsbedenken der Brüsseler EU-Kommission ausräumen können. Es drohe daher ein Kartellverfahren, hieß es in EU-Kreisen. Ende März sollen neue Verhandlungen mit Spitzen-Vertretern von Coca-Cola in Brüssel stattfinden.
Im Visier der Wettbewerbshüter sind im besonderen Werberabatte. Offen ist, ob es bei dieser Runde einen Durchbruch gibt.
Ein Verfahren würde sich gegen einen vermuteten Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung von Coca-Cola auf mehreren europäischen Märkten richten. Bei solchen Verfahren, die sich auch gegen ein einziges Unternehmen richten können, drohen hohe Geldbußen, falls die Vorwürfe bewiesen werden.
Die zu Jahresanfang von Coca-Cola vorgelegten Zugeständnisse zur Änderung der Rabattpolitik reichten der Wettbewerbsbehörde nicht aus, hieß es. Nötig seien weitere Beschränkungen bei Rabatten und möglicherweise eine "Öffnung" von Verkaufsautomaten auch für Produkte von Konkurrenten des Erfrischungsgetränkeriesens aus Atlanta.
Der Coca-Cola-Konzern sieht nach Angaben aus dem vergangenen Jahr einer möglichen Untersuchung der EU-Wettbewerbshüter gelassen entgegen. Ein Sprecher der Deutschland-Tochter in Berlin hatte im Juni 2003 gesagt, der Erfolg von Coca-Cola basiere nicht auf Werbezuschüssen an Händler.
Die EU-Kommission hat den Konzern schon seit längerem im Fadenkreuz. EU-Ermittler durchsuchten in den Jahren 1999 und 2000 in mehreren europäischen Ländern Abfüller und Tochtergesellschaften, darunter auch in Deutschland.
(apa, red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Facebook10:40
Überfall nach PostingAustralien: 17-Jährige zeigte sich mit viel Geld, daraufhin folgte bewaffnete Attacke
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.


