Freitag, 12. März 2004

Die H&M-Erfolgsstory im FORMAT: Expansion und Rekordgewinne

  • Während andere unter der Konjunkturkrise stöhnen, lukriert Hennes & Mauritz immer neue Top-Standorte

Duell um die Wiener Top-Adressen: Zuerst übernahm die spanische Modekette Zara mit dem Haas-Haus eine der feinsten Shoppingimmobilien Wiens. Nun setzt der schwedische Textilgigant H&M nach: Österreich-Chefin Claudia Oszwald will den Mietvertrag für das Geschäftslokal Braun & Co am Graben unterzeichnen.

Der derzeitige Betreiber des Luxusladens, Palmers, hat seine Mietrechte gegen eine Ablösezahlung an den Hauseigentümer, die Generali Versicherung, zurückgegeben. Nun ist der Weg für den heimischen Modemarktführer H&M frei, der Konkurrenz auch an Wiens erster Adresse zu zeigen, wer der Herr im Haus ist.

Braun & Co, "eines von Europas schönsten Kaufhäusern" (Oszwald), stellt für H&M keineswegs eine Übergröße dar. Seit die Textilkette 1947 von Erling Persson in Västeras, Schweden, gegründet wurde, erlebt die Firma mit den fast täglich wechselnden Kollektionen und dem richtigen Riecher für die aktuellen Trends einen spektakulären Höhenflug: Mit 5,9 Milliarden Euro Jahresumsatz brachte es H&M hinter dem US-Multi GAP zur Nummer zwei der Welt.

Rund 900 Filialen weltweit gibt es bereits, allesamt in besten Einkaufsdestinationen, darunter die Fifth Avenue in Manhattan.

Selbst in Österreich, dem nach Umsatz pro Filiale erfolgreichsten H&M-Land der Welt, sollen heuer zu den 48 Läden zwei weitere hinzukommen. Erikson, euphorisch: "Überall freuen sich die Leute, wenn wir kommen. Entscheiden wir uns für die Eröffnung eines Shops in einer Region, bestürmen uns die Bürgermeister, doch ihre Stadt zu wählen."

In Mitteleuropa würden die flotten Schweden eigentlich schon an die Grenzen ihres Wachstums stoßen. In vielen Großstädten nehmen sich die Läden bereits gegenseitig die Kunden weg. Doch auch die Expansion ist nur eine Frage der Methode: In Deutschland erobert der dortige H&M-Chef Hans Andersson nach Hamburg und Berlin jetzt Städte mit bloß 50.000 Einwohnern. In Österreich läuft dieser Prozess ebenfalls.

Oszwald: "Die Zeiten, in denen man Kleider kaufte, weil man sie braucht, sind längst vorbei. Wir ermöglichen den Menschen, sich über Mode selbst zu verwirklichen. Das funktioniert in New York genauso wie in Wien und Kapfenberg."

Die ganze Story lesen Sie im FORMAT Nr. 11/04

12.3.2004 13:17