Arbeitslose Unternehmer: Kein Schutz durch "soziales Netz"
- Wirtschaftskammer OÖ fordert "gleiches Recht und gleichen Anspruch in Notlagen"
- "Nein" zu Beitragserhöhungen
"Arbeitslose oder kranke Kleinunternehmer fallen durch den sozialen Rost", kritisiert der oberösterreichische Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner in Linz. Obwohl die Wirtschaft den Hauptteil zur Aufrechterhaltung des sozialen Netzes leiste, schaue es bei der eigenen sozialen Grundabsicherung wenig erfreulich aus
Trauner fordert einen "gerechten und für alle gleich zugänglichen Sozialstaat".
Der Beitrag der oberösterreichischen Wirtschaft zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden Sozialstaates solle "dem Grunde nach" nicht in Frage gestellt werden, es dürfe aber nicht vergessen werden, "dass das, was der Staat hinterher großzügig verteilt, von den Betrieben und deren Mitarbeitern vorher erst einmal erwirtschaftet werden muss".
Jede weitere Kostenanhebung in Form von Beitragserhöhungen überfordere die Wirtschaft, aber auch die Arbeitnehmer, schade dem Wirtschaftsstandort und sei daher abzulehnen.
Bescheidene Forderungen
Die Wirtschaftskammer fordere unter anderem, auch Gewerbetreibenden die Möglichkeit einer Arbeitslosenversicherung zu eröffnen, die jeder freiwillig für sich abschließen könne. So solle es eine zeitlich begrenzte finanzielle Unterstützungs-Leistung geben - zumindest in jenen Fällen, wo etwa eine Krankheit länger andaure und damit der Kleinunternehmer in seiner persönlichen und wirtschaftlichen Existenz gefährdet sei.
(apa, red)
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