Freitag, 12. März 2004

Lebensmitteletiketten: AK fordert mehr Klarheit

  • Winzige Schrift, Unübersichtlichkeit, fehlende Mengenangaben

Die Konsumenten benötigen mehr Klarheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln - das verlangte die Arbeiterkammer (AK). Stichproben der AK zeigten, dass sich die Beschriftung der Nahrungsmittel zum vergangenen Jahr nicht verbessert habe, sagte AK- Konsumentenschützer Schöffl.

Vor allem unübersichtliche Etiketten sowie unleserliche Kleinstschriften machen den Verbrauchern das Leben schwer. Die Arbeiterkammer verlangte daher Mindestschriftgrößen, mehr Kontrollen und härtere Strafen.

Häufig betrage die Schriftgröße der Etiketten nur einen Millimeter oder sogar noch weniger. Das sei zu klein, um die Lesbarkeit zu garantieren, meinte die AK. Dabei sei auch auf den Kontrast von Schrift- und Etikettfarbe zu achten. Unverbindliche Empfehlungen zur Schriftgröße, wie derzeit in einem Erlass des Gesundheitsministeriums festgelegt werde, seien unzureichend.

Zudem sollte das Etikett konsumentenfreundlich auf der Vorderseite des Produkts angebracht werden. Die Lebensmittelkennzeichnungs- Verordnung sehe zwar vor, dass Lebensmittel deutlich sichtbar und gut lesbar gekennzeichnet sein müssen. Aber das sei nicht immer der Fall, zeigte ein AK-Test.

Fast jedes zehnte Produkt war schleißig gekennzeichnet; es fehlten Mengenangaben der wertbestimmenden Bestandteile sowie das Haltbarkeitsdatum, auch die Sachbezeichnung war falsch.

Bei Nichteinhaltung der Lebensmittelkennzeichnung müsse es wirksamere Verwaltungsstrafen geben. Die durchschnittliche Strafhöhe liege nach wie vor nur bei rund 70 Euro je angezeigten Fall, erklärte die Arbeiterkammer.
(apa)

12.3.2004 11:41