Freitag, 12. März 2004

Wolford: Schwacher Schlussverkauf, aber kräftige Gewinne

  • Nettogewinn mehr als verdoppelt
  • Neuer Chef seit 7. Jänner 2004

Der Vorarlberger Strumpf- und Wäschehersteller Wolford hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2003/04 (per Ende April) trotz eines schwachen Winterschlussgeschäfts im Jänner unterm Strich deutlich mehr verdient. Wie das Bregenzer Unternehmen mitteilte, stieg das Betriebsergebnis (EBIT) um 7 Prozent auf 2,74 Millionen Euro.

Das Vorsteuerergebnis (EGT) erhöhte sich um 50 Prozent auf 1,61 Mio. Euro und das Nettoergebnis stieg von 0,65 auf 1,71 Mio. Euro.

Grund für den EBITDA-Rückgang um 8 Prozent auf 7,76 Mio. Euro war ein Umsatzrückgang um 8,4 Prozent auf 90,55 Mio. Euro. Während das Weihnachtsgeschäft positiv gelaufen sei, sei der Schlussverkauf für die Herbst-/Winter-Saison unter den Erwartungen gelegen, und die bis zuletzt deutlich positiven Impulse aus dem Prompt-Order-Geschäft (kurzfristige Bestellungen des Handels, die umgehend zur Auslieferung gelangen) seien im Jänner ausgeblieben, so der Konzern in seiner Mitteilung.

Dass die Gewinne unterm Strich dennoch kräftig gestiegen sind, ist laut Wolford "das Resultat des weiter optimierten Kostengefüges". Der Personalaufwand sei gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres um 3,3 Mio. Euro gesunken, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen seien um 1,7 Mio. Euro zurückgegangen. Das Finanzergebnis konnte um 0,4 Mio. Euro auf minus 1,1 Mio. Euro verbessert werden. Die Nettofinanzverschuldung ist von 40,2 Mio. Euro auf 25,7 Mio Euro gesenkt worden.

Bis zum Ende des Gesamtjahrs 2003/04 hofft der Wolford-Vorstand die Umsatzrückgänge noch "abfedern" zu können. Der steigende Einfluss des Prompt-Geschäfts und die schwer abschätzbare Entwicklung des Dollarkurses würden aber präzise Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr erschweren, so das Unternehmen.
(apa, red)

12.3.2004 09:29