Donnerstag, 11. März 2004

Insolvenzen-Studie zeigt: Pleiten meist durch Managementfehler ausgelöst

  • Persönliches Fehlverhalten nimmt zu, KG am häufigsten pleite
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Managementfehler haben auch im Geschäftsjahr 2003 mit 37 Prozent am häufigsten zu Firmenpleiten geführt. Bei 21 Prozent der Fälle war Fahrlässigkeit der Insolvenzauslöser. Persönliches Verschulden, dazu zählen auch betrügerische Handlungen, haben neun Prozent der rund 5.600 Firmenpleiten im Vorjahr verursacht. Das geht einer Studie des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) hervor.

Im Detail entfallen auf den Analysepunkt "Fehler bzw. Verlustquellen im innerbetrieblichen Bereich" 37 Prozent nach 30 Prozent im vorangegangenen Jahr. In diesen Fällen fehlt vor allem der kaufmännische Weitblick und die rationelle Planung.

Bei 21 Prozent der Firmenpleiten ist Fahrlässigkeit die Ursache, das sind um vier Prozentpunkte weniger als im Jahr 2002. Dazu zählen unter anderem ungenügende Kenntnis des praktischen Wirtschaftslebens, mangelnde Branchenkenntnis und das Fehlen einer geordneten Betriebs- und Rechnungsprüfung sowie übermäßige Investitionen und überflüssige Betriebserweiterungen.

Auf Kapitalmangel sind 17 Prozent der Pleiten zurückzuführen gegenüber 20 Prozent im vorangegangenen Jahr. Fehler bzw. Verlustquellen im außerbetrieblichen Bereich sind in 12 Prozent der Fälle Insolvenzauslöser. Überproportional oft werden Kapitalgesellschaften insolvent.

Steigende Tendenz ortet Studien-Autor Kurt Haendel bei "Persönlichem Verschulden" als Pleiteursache. 2003 sind bereits neun Prozent der Pleiten durch persönliches Verschulden verursacht worden gegenüber sieben Prozent im Jahr davor. Bereits fünf Prozent beruhen auf betrügerischen Handlungen. Bei den mangels Masse abgewiesenen Konkursen liegt die Betrugsverdachtsrate bei rund 18 Prozent. Dazu zählen z.B. vorgetäuschte Vermögenslosigkeit und Umsatzschieberei. (APA)

11.3.2004 12:32