Geldwäsche & Wucher: Neuer Finanzskandal in Italien
- 23 Mio. Euro in der Schweiz gewaschen, Spur nach Österreich
- Parmalat-Pleite: Neuer Chef will Banken verklagen
·Parmalat-Crash
Neuer Chef will Banken verklagen
·Parmalat-Pleite
1.000 Geschädigte in Österreich!
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Justiz fahndet nach Geheimkonten!
Rund 23 Millionen Euro sollen 106 Verkaufsvertreter der zur Großbankengruppe Sanpaolo IMI gehördenden Banca Fideuram gewaschen haben, die in den Sog der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Florenz geraten sind. Ihnen wird unter anderem Geldwäsche und Wucher vorgeworfen.
Die Vertreter werden beschuldigt, in den letzten Jahren Millionen ins Ausland transferiert und dem italienischen Fiskus enorme Summen unterschlagen haben. Dabei sollen sie überhöhte Kommissionsgelder eingesteckt haben.
Die Verdächtigen investierten die illegal exportierten Summe mehrheitlich in der Schweiz. Ein Teil dieser Summen konnten im letzten Jahr durch eine Steueramnestie wieder nach Italien zurückfließen. Eine Spur der Untersuchung führt auch nach Österreich. Im Rahmen der Ermittlungen wurde ein Funktionär der Bank mit 600.000 Euro bar erwischt, die er nach Österreich bringen wollte.
In den Sog der Ermittlungen ist auch der Ex-Kapitän des italienischen Fußballklubs AC Milan, Franco Baresi, geraten. Die Ermittlungen wurden auf Grund einer Anzeige eines Ex-Kunden Fideurams in die Wege geleitet. Dieser hatte sich über das Verhalten eines Verkaufsvertreters der Bank beschwert. Fideuram hat Tochtergesellschaften in Luxemburg, Frankreich und in der Schweiz.
Im Rahmen der Untersuchung wurden die Wohnungen und Büros von 169 Bankmitarbeiter durchsucht. Unklar ist noch, ob die illegalen Operationen mit oder ohne Wissen der Bankverantwortlichen erfolgten. Den verdächtigten Verkaufsvertretern drohen hohe Strafen wegen Verletzung der Devisenvorschriften und des Bankengesetzes. (APA)
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