Mittwoch, 10. März 2004

Kampf dem Transit: Gegner planen für Karwoche Blockaden in Tirol

  • Erste Protestaktion am 5. April auf der Inntalautobahn A12
  • PLUS MITSTIMMEN: Straßenblockaden gegen die Lkw-Hölle?

Wieder auf die Straße gehen Tirols Transitgegner im Kampf gegen den Lkw-Verkehr. Sie kündigten für die Karwoche gleich mehrere Bürgerversammlungen auf den heimischen Transitrouten an. Die tirolweite Aktion, an der sich neben dem Transitforum auch andere Bürgerinitiativen beteiligen, steht unter dem Titel "Ostern aktiv - Vorrang für Gesundheit".

Die erste Versammlung, bei der der Verkehr lahm gelegt wird, wurde für den 5. April angesetzt. Sie findet zwischen 15.00 und 20.00 Uhr auf der Inntalautobahn A 12 im Bereich Kramsach-Wiesing statt. Einen Tag später, am 6. April, folgt zwischen 11.00 und 15.00 Uhr eine Zusammenkunft auf der Loferer Straße.

Bürgerversammlungen auf Transitrouten
Ebenfalls für 6. April wurde eine Protestaktion auf der Fernpass Straße von 13.00 bis 17.00 Uhr angekündigt. Am selben Tag formiert sich um 19.30 Uhr an der Innbrücke Magerbach in Haiming ein Fackelzug. Am 7. April schließlich versammeln sich von 12.05 bis 24.00 Uhr die Transitgegner erneut auf der Inntalautobahn - diesmal zwischen Volders und Vomp.

Die Organisatoren fordern mit den Aktionen unter anderem, dass die Problematik des "Sanierungsgebietes nach IG-Luft" mit entsprechenden Maßnahmen wie Fahrverboten in Angriff genommen bzw. die Luft- und Lärmsituation verbessert wird. Das niederrangige Straßennetz soll darüber hinaus vom Lkw-Ausweichverkehr "raschest" befreit werden.

Noch keine Entscheidung in Salzburg
Ob auch im Bundesland Salzburg Transit-Gegner gleichzeitig zu den Tiroler Blockade-Maßnahmen in der Karwoche Sperren auf den Transitstrecken in Salzburg planen, steht derzeit noch nicht fest. Derzeit könne er noch gar nicht sagen, ob es Protestmaßnahmen gebe oder nicht, meinte der Sprecher der Plattform der Verkehrsinitiativen, Peter Haibach, am 10. März gegenüber der APA. (APA/Red.)

10.3.2004 13:33