Airline-Fusion: Am 22.3. startet Air France KLM-Übernahme
- Angebot an Alitalia, dem Luffahrtbündnis beizutreten, erneuert
- Riesen-Airline: EU billigte Fusion von Air France und KLM
Die französische Fluggesellschaft Air France beginnt am 22. März mit der Übernahme ihrer niederländischen Partnerin KLM. Wie Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta am 9. März bei einer Konferenz des Arbeitgeberverbandes Medef in Paris weiter bekannt gab, soll die Übernahme per Aktientausch am 26. April abgeschlossen sein.
Beide Airlines hatten im September 2003 ihr Fusionsprojekt gestartet, aus dem der europäische Branchenführer entstehen soll. Spinetta kündigte außerdem an, dass sich die chinesische Fluggesellschaft China Southern der Luftfahrtallianz Skyteam anschließen wird.
Im neuen Unternehmen Air France-KLM unter Führung Spinettas sollen beide Partner weiter unter ihren traditionellen Namen fliegen. Die Kartellbehörden der Europäischen Union und der USA hatten im Februar grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Obwohl beide auf Grund von EU-Auflagen 94 Start- und Landerechte an die Konkurrenz abtreten müssen, stehen sie für gut ein Viertel des europäischen Passagiermarktes und lassen damit British Airways (BA) und die Deutsche Lufthansa hinter sich.
Weltweit wird Air France-KLM gemessen am Passagieraufkommen Platz vier hinter den US-Airlines American, Delta und United einnehmen, gemessen am Umsatz sogar Rang eins.
Die Skyteam-Allianz werde "in einem, eineinhalb Jahren" um China Southern erweitert werden, sagte Spinetta. Er bestätigte auch laufende Verhandlungen zwischen dem im Juni 2000 gegründeten Luftfahrt-Bündnis und der russischen Aeroflot. Derzeit gehören zu Skyteam AeroMexico, Air France, Alitalia, CSA Czech Airlines, Delta Airlines und Korean Air.
Mit der KLM-Übernahme kommen neben der niederländischen Airline deren US-Partner Northwest und Continental hinzu. Die bisher mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Air France soll im Zuge der Fusion mit KLM weiter privatisiert werden.
Air France hat ihr Angebot an Alitalia bekräftigt, dem bevorstehenden Luftfahrtbündnis mit der niederländischen KLM beizutreten. Als Bedingung dafür nannte Spinetta erneut eine Privatisierung der staatseigenen italienischen Fluggesellschaft. Außerdem müsse die defizitäre Alitalia ihre Umstrukturierung vorantreiben, um die Ertragskraft zu verbessern. (APA/Red.)
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