Mittwoch, 10. März 2004

Wifo-Konjunkturtest: Aufschwung hinkt im Euro-Raum nach

  • Weltweite Wirtschaftsbelebung kommt allmählich in Schwung
  • Wifo-Prognose: BIP wächst bis 2008 um 2,3% jährlich

Die weltweite Wirtschaftsbelebung kommt immer mehr in Schwung, die Eurozone ist davon aber bisher kaum erfasst, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). International zeige neben den USA auch die japanische Wirtschaft Zeichen einer nachhaltigen Erholung, im vierten Quartal habe das Wachstum sogar jenes der USA übertroffen.

In der deutschen Wirtschaft trübten sich die Erwartungen zur Geschäftslage zuletzt dagegen wieder ein. Die österreichischen Unternehmen sahen im Februar ihre aktuelle Lage gegenüber dem Vormonat unverändert, sehen die künftige Entwicklung aber optimistischer.

Die Februar-Umfrage im Wifo-Konjunkturtest zeige keine weitere Verbesserung der aktuellen Lage der heimischen Sachgütererzeugung. Der Anteil jener Unternehmen, die in den nächsten Monaten mit einer Besserung rechnen, sei aber höher gewesen als im Jänner, so das Wifo am Mittwoch.

Keine Belebung im Dienstleistungssektor
Im Dienstleistungssektor habe sich in den vergangenen Monaten noch keine Belebung gezeigt. In der Bauwirtschaft, vor allem im Hochbau, ließen die Umfrageergebnisse keine gesicherten Schlüsse über die Baukonjunktur zu.

Die österreichischen Außenhandelsdaten belegten die Exportschwäche des Jahres 2003. Die Stagnationen bei den Ausfuhren und die leichten Importzuwächse führten zu einer auf Cash-Basis fast ausgeglichenen Leistungsbilanz. Der Preisauftrieb habe sowohl in Österreich als auch im Euroraum weiter nachgelassen. Keine Entspannung gebe es dagegen am Arbeitsmarkt, er reagiere mit Verzögerung auf die Änderung der Konjunktur.

Nur langsame Erholung im Euro-Raum
Für den Euroraum wiesen die vorliegenden Wirtschaftsdaten nach wie vor auf eine langsame Erholung hin, die nur wenig an Dynamik gewinne, so das Wifo weiter. Konjunkturimpulse kämen weder von der Binnen- noch von der Exportnachfrage.
(APA/Red.)

10.3.2004 08:45