Golden Handshake bei der EStAG? Ex-Vorstände sollen 2 Mio. kriegen
- Präsidium tagt: Es geht um Rest-Ansprüche der entlassenen Vorstände
- Rohbericht liegt vor: "Es wird sehr ernst werden"
Gibt's bei der ESTAG einen "Golden Handshake" für die drei gefeuerten Vorstände und mehr als zwei Millionen Euro? Über die "Restansprüche" für Heinzl, Jeneral und Hirschmann wird heute im Aufsichtsrat entschieden, außerdem wird die Frage der Kooperation mit dem U-Ausschuss beraten. Danach wird sich der Vorstand mit diesen Themen befassen, eine Erklärung wird für den frühen Abend erwartet.
Im Vorfeld hatten sich bereits SPÖ und FPÖ gegen Abfertigungen für die entlassenen Vorstände ausgesprochen. SPÖ-Landesrat Kurt Flecker: "Die plötzliche Eile ist ganz sicher keine gewissenhafte und transparente Vorgangsweise im Sinne der Eigentümer."
FPÖ-Landtagsklubchefin Waltraud Dietrich hatte in einer Aussendung erklärt, für zwei der drei Ex-Vorstände würden Abschlagszahlungen von jeweils mehr als zwei Mio. Euro kolportiert. Ohne Klärung der Organhaftung dürfe es nicht zu einem "Golden Handshake" kommen.
Am Freitagmittag wird der Untersuchungsausschuss ein weiteres Mal zusammentreten und sich von den beiden Linzer Juristen Andreas Janko und Reinhard Geist über die rechtliche Stellung des U-Ausschusses referieren lassen.
Rohbericht des U-Ausschusses fertig
Der Rohbericht des Rechnungshofes zu den Vorgängen in der steirischen Energieholding sei in einen öffentlichen und einen vertraulichen Teil gegliedert, sagte der Ausschussvorsitzende. Wenige Teile seien dabei als vertraulich klassifiziert, vor allem jene, die mit anderen Unternehmen zu tun hätten. Grundsätzlich seinen Rohberichte vertraulich, wenn sie über den Kontrollausschuss liefen. (apa, red)
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