Übernahme-Gerüchte: J.P.Morgan mit Interesse an Deutscher
- US-Großbank soll möglichen Widerstand für Übernahme ausgelotet haben
- Aktie zuletzt durch diverse Fusionsspekulationen beflügelt
Die US-Großbank J.P. Morgan Chase hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Interesse an einer Übernahme der Deutschen Bank signalisiert. J.P. Morgan Chase habe beim deutschen Finanzministerium angefragt, auf wie viel Widerstand ein Übernahmeangebot für Deutschlands größte Bank stoßen würde, berichtete "Der Spiegel" unter Berufung auf Bundesbank-Kreise.
Die Aktien der Deutschen Bank sind in der vergangenen Wochen angesichts der Fusionsspekulationen und der Erwartung starker Quartalszahlen des Frankfurter Finanzinstituts deutlich gestiegen. Während Aktienhändler die Chancen einer Übernahme der Deutschen Bank durch den weltgrößten Finanzkonzern Citigroup weiterhin auch kurzfristig für möglich halten, dämpften Analysten die Erwartungen der Investoren.
In Bankenkreisen hieß es Ende vergangener Woche, Deutschlands größtes Kreditinstitut führe derzeit keine Verhandlungen. Auch über ein Zusammengehen der Deutschen Bank mit der Schweizer Credit Suisse wurde am Markt schon mehrfach spekuliert.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte Anfang Februar gesagt, er rechne nicht mit einer feindlichen Übernahme seines Instituts. Er halte die Bank gut gerüstet für die anstehenden Konsolidierung und führe derzeit keine Fusionsverhandlungen.
Seit längerem kursieren immer wieder neue Spekulationen um Übernahmen und Fusionen bei den drei deutschen Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank und HVB (HypoVereinsbank). So war aus mit der Situation vertrauten Kreisen vor einem Monat erfahren, dass es zuletzt im Jänner Vorgespräche der Deutschen Bank mit der Citigroup gegeben habe, die dann aber abgebrochen worden seien. (APA/Red.)
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