GAK gegen Sturm Graz: Schachner-Elf verlor Tabellenführung
- 1:1 im Derby - Tore durch Aufhauser bzw. Haas
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Kollmann ist der beste Bomber der Saison
Nach nur einer Woche an der Tabellenspitze der österreichischen Fußball-T-Mobile Bundesliga hat der GAK den Platz an der Sonne auch schon wieder verloren. Die Schachner-Elf musste sich im Grazer Derby gegen Stadtrivalen Sturm mit einem 1:1 (0:1) begnügen und hat nun nach 24 Runden einen Punkt Rückstand auf Titelverteidiger Austria Wien.
Haas hatte die "Blackys" in der 36. Minute in Führung gebracht, Aufhauser gelang in der 51. Minute der Ausgleich. Nach 117 Derbys halten die Rotjacken bei 39 Remis und 38 Sturm-Siegen damit weiter bei 40 Siegen.
Aus Ärger über den seiner Meinung nach schlechten Sitzplatz, den er vom GAK zugeteilt bekommen hatte, verzichtete Hannes Kartnig auf einen Stadionbesuch. Diese Entscheidung dürfte der Sturm-Boss zumindest nach den ersten 30 Minuten der Partie nicht bereut haben. Beide Teams verzettelten sich in Zweikämpfen und vergaßen zum Leidwesen der 12.386 Zuschauer auf die spierlerische Linie. Immerhin erarbeiteten sich die "Roten Teufel" eine leichte Feldüberlegenheit, mehr als zwei Halb-Chancen durch einen Pogatetz-Volley (16.) und einen Ehmann-Freistoß (24.) schaute aber nicht heraus.
Sturm machte in der Offensive erstmals in der 32. Minute durch einen Weitschuss des starken Mujiri, der über die Querlatte ging, auf sich aufmerksam. Bereits vier Minuten später stellte Haas mit einem sehenswerten Treffer auf 1:0 für die "Blackys": Die GAK-Verteidigung beförderte eine Freistoß-Flanke von Filipovic genau zum Teamstürmer, der den Ball an der Strafraumgrenze mit dem Oberschenkel annahm und volley ins lange Eck einschoss.
Nach dem Seitenwechsel erwischte die Petrovic-Truppe zunächst den besseren Start und vergab durch Haas (49.), der nach Rabihou-Vorlage allein im Strafraum verzog, eine große Chance auf den zweiten Treffer. Praktisch aus heiterem Himmel kam der GAK zwei Minuten danach zum Ausgleich, als Aufhauser einen von Amerhauser in den Strafraum gezirkelten Ball per Kopf im langen Eck versenkte. Es war dies der erste Gegentreffer für Sturm im Frühjahr, und erstmals musste Neo-Goalie Thomas Mandl den Ball aus dem Sturm-Gehäuse fischen.
Mit dem Ausgleich wurde die Partie interessanter. Vorerst war wieder Sturm am Drücker, Mujiri (57.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze und Korsos (58.) per Kopf scheiterten aber an Schranz. Doch auch dem GAK war plötzlich der zuvor vermisste Siegeswille anzumerken. Sionko setzte den Ball in der 67. Minute allein vor Mandl neben das Tor, zwei Minuten später hatte der Teamtormann bei einer missglückten Flanke von Muratovic Mühe, wieder drei Minuten danach rettete Silvestre nach einem Sionko-Schuss vor der Linie und vor Kollmann.
Die größte Chance für den GAK auf den Sieg ließ Ehmann (77.) aus, als er nach einem Amerhauser-Freistoß Mandl aus kurzer Distanz anköpfelte, den abspringenden Ball setzte der verunsicherte Dmitrovic zur Überraschung aller Beteiligten per Kopf an die Stange. Eine Minute später zog Haas allein Richtung GAK-Tor, sein zu schwacher Schuss wurde jedoch von Schranz gebändigt. Die letzten Minuten hatten mit Ausnahme eines Pogatetz-Schusses, den Mandl über die Latte wehrte, keine spektakulären Torszenen mehr zu bieten.
Derby-Bilanz (Meisterschaft seit 1949)
116 Spiele
40 Siege GAK,
39 Remis
38 Siege Sturm
Tordifferenz: 154:158
(apa/red)
