T-Mobile Bundesliga: Titelrennen wurde zum Vierkampf
- GAK profitierte vom 1:1 im Derby und ist erstmals seit Oktober 1998 Tabellenführer
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·Wr. Derby 1:1
Rapid stürzt Austria von der Spitze
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
·3:2 vs Bregenz
Erster Kärnten-Sieg unter Trainer Pacult
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GAK übernimmt Tabellenführung
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Nach der 23. Runde in der österreichischen Fußball-T-Mobile Bundesliga sind die Karten im Titelkampf neu gemischt. Der GAK profitierte vom 1:1 im Wiener Derby und verdrängte dank des 2:1-Erfolgs in Salzburg die Wiener Austria um einen Punkt von der Tabellenspitze. Endgültig als vierte Kraft im Titelrennen hat sich Superfund Pasching mit dem 2:1 über Admira etabliert. Die viertplatzierten Oberösterreicher haben nun ebenso wie Rapid (allerdings bei einem Spiel weniger) vier Zähler Rückstand auf die Grazer, die in der Bundesliga erstmals seit Oktober 1998 an der Spitze liegen.
GAK-Trainer Walter Schachner verfällt trotz der "Pole-Position" nicht in Euphorie. "Mir ist es in dieser Phase egal, ob wir Erster oder Zweiter sind. Wichtig ist, dass wir in jedem Spiel eine gute Leistung bringen, dann ergibt sich eine gute Endplatzierung von selbst." Dennoch glaubt er an eine zusätzliche Motivation für seine Kicker. "Es ist für sie schö
Der Druck liege aber nach wie vor beim Titelverteidiger. "Die Austria ist Favorit. Aber aus dem Titelrennen ist ein Vierkampf geworden, der bis zum Schluss spannend bleiben wird", prophezeite der frühere Austria-Coach.
Mitverantwortlich für die zusätzliche Brisanz im Duell um den Meisterteller sind die Paschinger, die mit ihrem neunten Sieg aus den vergangenen elf Partien zum Titelanwärter avancierten. "Damit kann ich nichts anfangen, das werden sich andere Mannschaften ausmachen", übte sich Coach Georg Zellhofer im Tiefstapeln. "Fakt ist: Die Austria muss Meister werden, der GAK und Rapid wollen Meister werden", sagte der Oberösterreicher.
Am Ende werde sich der Vierkampf auf ein Duell zwischen Austria und GAK reduzieren, glaubt Zellhofer. "Weil die Rapidler eine dünnere Personaldecke haben. Sie sind aber mit der Euphorie und den Zuschauern im Rücken der Hecht im Karpfenteich." Ob die Paschinger wirklich mit den Besten mithalten können, wird sich am Samstag herausstellen, wenn sie im Hanappi-Stadion gegen die Hütteldorfer antreten, die den Oberösterreichern am 28. September die bisher letzte Niederlage zugefügt haben. "Wir haben dort nichts zu verlieren", erklärte Zellhofer, der in Wien auf den zweifachen Torschützen gegen die Admira, Christian Mayrleb, sowie auf Markus Kiesenebner wegen Sperren verzichten muss.
Die Hütteldorfer verpassten gegen den Erzrivalen den ersten Sieg im Horr-Stadion seit 23. Mai 1986 und den ersten Derby-Erfolg nach zehn Partien nur knapp. "Deswegen habe ich ja um zwei Jahre verlängert, damit ich im Horr-Stadion ein Derby gewinnen kann", meinte Rapid-Coach Josef Hickersberger, dessen Team mit einem Sieg im Nachtragsspiel am Mittwoch daheim mit den "Veilchen" nach Punkten gleichziehen könnte. Allerdings scheint eine Durchführung der Partie auf Grund der schlechten Witterungsverhältnisse unwahrscheinlich, eine definitive Absage könnte bereits am Montag abend erfolgen.
Für den violetten Erzrivalen verlief der Frühjahrsstart alle andere als wunschgemäß. "Wir haben uns aus den ersten drei Spielen mehr ausgerechnet als zwei Punkte", gab Trainer Joachim Löw zu. Die Bezeichnung seiner Mannschaft als "Söldnertruppe" ließ der Deutsche auch angesichts einer ideenlosen Vorstellung in der Offensive nicht gelten. "Die Spieler identifizieren sich mit dem Verein. Was die Leidenschaft betrifft, kann ich ihnen keinen Vorwurf machen."
Der Leistung der Grün-Weißen zollte Löw Respekt. "Spielerisch gesehen ist Rapid die beste Mannschaft aller Titelanwärter. Der GAK hat andere Vorteile", lautete das Resümee des Ex-Tirol-Betreuers nach den Frühjahrs-Spielen gegen Pasching, GAK und Rapid.
So wie das Titelrennen spitzt sich auch der Abstiegskampf zu. Schlusslicht Kärnten (18 Punkte) machte mit dem 3:2 über Bregenz Boden auf Salzburg (21) und die seit 19. Oktober 2003 sieglosen Mattersburger (23) gut. Sturm (23) verbesserte sich mit dem 4:0 gegen die Bürgenländer auf Rang sieben und tankte Moral für das Grazer Derby am Sonntag.
(apa/red)
