Sonntag, 14. März 2004

Benni ist sauer: Raich fühlt sich von FIS-Entscheidung "verschaukelt"

  • Ungerecht: "Entscheidung war nicht nachvollziehbar"
  • BILDER: So freut sich Hermann Maier über die Kristallkugel!

Die Weltcup-Saison 2003/2004 ist Geschichte. Während Hermann Maier als strahlender Sieger in die Ferien geht, hatte das Saisonende in Sestriere für Benjamin Raich einen unangenehmen Beigeschmack. Der Pitztaler fühlte sich von der ersatzlosen Streichung des letzten Saison-Riesentorlaufs "ein wenig verschaukelt".

Die Jury des Internationalen Skiverbandes (FIS) hatte das Rennen, in dem Raich überlegener Halbzeit-Leader war, Mitte des zweiten Durchgangs wegen starken Nebels abgebrochen und nach langem Hin und Her auch eine Verlegung auf den nächsten Tag (9:00 Uhr) auf Grund des "hohen Schlechtwetterrisikos" abgelehnt.

Allerdings bot dann der folgende Tag in Italien strahlenden Sonnenschein - ein zweiter Riesentorlauf-Durchgang wäre also problemlos zu fahren gewesen. "Angesichts des Wetters fühle ich mich schon ein wenig verschaukelt", meinte der etwas geknickte Tiroler, der den Gesamt-Weltcup auf Rang drei beendete. "Die Entscheidung war nicht nachvollziehbar", so Raich, in dessen Kopfschütteln zahlreiche Fans und Medienvertreter einstimmten.

Maier, der gemeinsam mit Raich in der Gruppe WC4 trainiert und laut eigenen Angaben ein "super Verhältnis" zum Tiroler pflegt, fühlte mit Raich mit, ist aber der Meinung, dass er völlig verdient die "Große Kristallkugel" gewonnen hat. "Ich war die meiste Zeit auf Platz eins und hab den Sieg deswegen auch verdient." Der Maier-Rat an Raich: "Er darf sich da jetzt nicht reinsteigern, aber das wird er sowieso nicht tun."

(apa/red)

14.3.2004 16:39