Freitag, 12. März 2004

Karriereende? Eberharter auf Rahlves-Sager: "Blödsinn"

  • Trinkl stellt sich in kommenden Wochen die "Sinnfrage"
  • PLUS: Porträt von Stephan Eberharter

Das Rätselraten um die Zukunft von Stephan Eberharter geht weiter. Offiziell will er erst im Sommer über die Fortsetzung seiner Karriere entscheiden. Der US-Amerikaner Daron Rahlves nährte jedoch die Rücktritts-Gerüchte. "Er hat mir gesagt, dass es vorbei ist", erklärte Rahlves gegenüber einer Ski-Homepage. Eberharter dementierte das einen Tag später.

Rahlves, der bisher insgesamt acht Weltcup-Rennen (sechs Abfahrten, zwei Super G) gewonnen hat, und Eberharter plauderten nach dem Super G in Sestriere im Zielraum, und der US-Boy wollte von Eberharter wissen, ob die Gerüchte um seinen Rücktritt wahr sind. "Der Weltcup gehört dir", soll danach der neuerliche Abfahrts-Weltcup-Sieger aus Österreich symbolisch das Zepter an Rahlves übergeben haben.

Eberharter hat die Behauptungen von Rahlves dementiert: "Blödsinn, das stimmt sicher nicht. Ich habe Daron lediglich einen schönen Sommer gewünscht", meinte der Tiroler in Sestriere. "Ich weiß es wirklich noch nicht, wie ich mich entscheiden werde."

Dass Eberharter bei der WM 2005 in Bormio als Titelverteidiger im Super G automatisch startberechtigt wäre, ist keine Zusatzmotivation. "Ich bin in einem Alter, in dem ich es nicht von solchen Dingen abhängig mache", betonte Eberharter, der lediglich eines ausschloss: "Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin bin ich sicher nicht mehr dabei."

Nachdenkpause für Trinkl
Für Hannes Trinkl, Abfahrts-Weltmeister 2001, könnte der Super G (Platz 18) das letzte Rennen seiner Karriere gewesen sein. Der Oberösterreicher, der in der laufenden Saison nicht über die Weltcup-Abschluss-Plätze 17 (Abfahrt) und 23 (Super G) hinausgekommen ist, wird sich in den kommenden ein, zwei Wochen Gedanken machen, ob er noch ein Jahr anhängt.

(apa)

12.3.2004 11:38