Dienstag, 9. März 2004

Hermann Maier siegt! Im Sestriere-Super-G vor Steff!

  • Benni Raich hinter Christoph Gruber auf dem vierten Rang
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24 Stunden nach dem Abfahrts-Debakel hat Hermann Maier beim Weltcup-Finale in Sestriere eindrucksvoll zurückgeschlagen. Der Salzburger feierte im Super G seinen 47. Weltcup-Sieg und deklassierte dabei die Konkurrenz. Maier führte mit der überlegenen Bestzeit von 1:18,73 Minuten den zweiten ÖSV-Vierfachsieg der Super-G-Saison an, mit Respektabstand folgten seine Landsmänner Stephan Eberharter (+0,63 Sekunden), Christoph Gruber (0,75) und Benjamin Raich (0,86). "Das war das beste Rennen seit meinem Comeback", strahlte Maier.

Bereits vor seinem 20. Sieg im Super G hatte Maier die "Kleine Kristallkugel" im Sack gehabt, für den Flachauer, der in seiner Lieblingsdisziplin drei Saisonrennen (Lake Louise, Garmisch, Sestriere) gewann, war es die insgesamt zehnte dieser Sorte (Fünf Mal Super G, drei Mal Riesentorlauf, zwei Mal Abfahrt).

Mit Wut im Bauch am Start
Nachdem sich Maier und sein Servicemann Edi Unterberger in der Abfahrt punkto Skiwahl arg vergriffen hatten, stand der 31-Jährige als 24. und letzter Fahrer mit einer gesunden Portion Wut im Bauch am Start. "Das war keine einfache Situation für mich, denn so etwas passiert mir normalerweise nicht. Ich wollte unbedingt Ruhe, Lockerheit gewinnen und die Wut rausbringen", beschrieb Maier, Gesamt-Weltcup-Sieger 1998, 2000 und 2001, die Momente vor dem Start.

"So schaut's aus"
Nicht ganz eineinhalb Minuten später stand Maier, der den Abend vor dem Rennen alleine verbrachte, jubelnd im Ziel und brüllte nach dem Blick auf die Anzeigetafel "So schaut's aus" in die Menge. Und der Vorsprung von mehr als sechs Zehntel auf dem relativ kurzen Super G ist wahrlich beeindruckend. "Das ist schon eine Wucht. Das ist das beste Gefühl seit meinem Comeback", klopfte sich Maier quasi selbst auf die Schulter. Und auch Eberharter nickte anerkennend: "Hermann hat den Lauf super erwischt."

Für Steff war's der dritte Stockerlplatz
Der Zillertaler freute sich über seinen dritten Super-G-Stockerlplatz in dieser Saison. Sein Tiroler Landsmann Christoph Gruber kommt ausgerechnet am Saisonende immer besser in Form. "Mit Hinblick auf die nächste Saison war dieses Rennen ganz wichtig für mich. Ich habe so viel herumprobiert und jetzt passt es endlich", meinte der Schwazer nach Rang drei.

Einlage von Benni Raich
Für eine spektakuläre Einlage bei mehr als 100 km/h im Zielhang sorgte Benni Raich, der zum dritten Mal in dieser Super-G-Saison Vierter wurde. "Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin und auch gepunktet habe", atmete Raich durch, nachdem er beim letzten Sprung beinahe schwer gestürzt wäre.

Zweiter Vierfachsieg im Super G
"Das war eine Super-G-Demonstration der Burschen, eine ganz starke Geschichte", freute sich Alpinchef Hans Pum bei strahlendem Sonnenschein im Zielraum. Einen ÖSV-Vierfachsieg im Super G hat es in dieser Saison bereits zum zweiten Mal zu feiern gegeben - zum Auftakt in Lake Louise hatte Maier vor Walchhofer, Eberharter und Raich triumphiert.

Miller wieder ohne Punkte
Eine weitere Nullnummer musste hingegen Bode Miller einstecken. "Mir fehlt das Vertrauen ins Material", sprach der Rossignol-Fahrer nicht gerade in höchsten Tönen von seinem fahrbaren Untersatz.

(apa/red)

9.3.2004 13:14