Skispringen: Ljökelsöy siegt in Oslo, Ahonen Weltcup-Champ
- Abbruch in Norwegen: Morgenstern als bester ÖSV-Springer 10.
- PLUS: Die aktuellen Weltcup-Wertungen der Skispringer!
Roar Ljökelsöy hat das Weltcup-Finale der Skispringer auf dem Holmenkollen in Oslo nach nur einem Durchgang gewonnen, den Gesamt-Weltcupsieg aber um nur zehn Zähler verfehlt. Mit 126,5 Metern und 138,7 Zählern siegte der Norweger vor dem Schweizer Simon Ammann und seinem Landsmann Björn-Einar Romören. Weltcup-Leader Janne Ahonen aus Finnland, der im Falle eines Sieges von Verfolger Ljökelsöy zumindest Elfter werden musste, landete auf dem achten Rang und gewann erstmals den Gesamt-Weltcup.
Gar nicht so sehr wegen des starken Nebels, sondern wegen immer stärker werdender Windböen entschied die Jury, das Weltcupfinale wie schon so oft zuvor in der Saison in nur einem Durchgang zu werten und kein Risiko mehr einzugehen. Ahonen war dies wohl ganz recht, denn ein verpatzter zweiter Sprung hätte ihm seinen verdienten ersten Weltcupsieg noch verderben können.
Die Österreicher spielten einmal mehr im Kampf um die Top-Positionen keine Rolle: Thomas Morgenstern war als Zehnter erneut Bester, mit Andreas Kofler (18.), Andreas Goldberger (19.) und Wolfgang Loitzl (22.) kamen von den acht qualifizierten ÖSV-Springern nur vier in die Punkteränge. Balthasar Schneider (33.), Martin Koch (41.), Roland Müller (43.) und Stefan Kaiser (46.) blieben ohne Zähler.
Magere Saisonbilanz des ÖSV
Die Gesamtbilanz nach 23 Einzelspringen ist mit nur einem Saisonsieg des im Finish fehlenden Martin Höllwarth (im Jänner in Zakopane) und neun Podestplätzen mager ausgefallen, in der Saison davor hatte es elf Einzelsiege gegeben.
Co-Trainer Stefan Horngacher, der im Finish die Verantwortung von Ex-Trainer Hannu Lepistö übernommen hat, hob in seinem Rückblick zunächst die positiven Aspekte hervor: "Die Ergebnisse waren recht gut. Zweiter und Vierter in der Tournee-Gesamtwertung, dritter Platz im Nationencup, Team-Bronze bei der Skiflug-WM. Wir haben für die Umstände noch recht viel rausgeholt", so der Tiroler.
Im Trainingsbereich seien ein paar Sachen nicht richtig gelaufen und das beträfe den gesamten ÖSV-Apparat. "Wir haben versucht, das Beste draus zu machen und das ist uns ganz gut gelungen. Aber für die künftigen Jahre muss man sich was überlegen. Das wichtigste ist jetzt sicher die Trainerfrage", so Horngacher, der selbst noch keine Entscheidung über seine weitere Zukunft getroffen hat.
"Goldi" denkt an Rücktritt
Gleiches gilt auch für Andreas Goldberger, dessen 112-m-Sprung auf dem Holmenkollen theoretisch sein letzter gewesen sein könnte. "Ich werde mir das jetzt in aller Ruhe überlegen", meinte der Oberösterreicher nur. Ähnliches gilt wohl auch für Höllwarth, der in den nächsten Tagen zum zweiten Mal Vater wird und im Weltcup-Finish gefehlt hat. Der Ansporn einer bevor stehenden WM-Saison könnte aber beide Routiniers noch ein Mal helfen.
| Endklassement in Oslo: | |||
| 1. | Roar Ljökelsöy | NOR | 138,7 |
| 2. | Simon Ammann | SUI | 137,0 |
| 3. | Björn Einar Romören | NOR | 136,2 |
| 4. | Georg Späth | GER | 130,7 |
| -. | Tami Kiuru | FIN | 130,7 |
| 6. | Hideharu Miyahira | JPN | 129,9 |
| 7. | Tommy Ingebrigtsen | NOR | 128,0 |
| 8. | Janne Ahonen | FIN | 123,2 |
| 9. | Henning Stensrud | NOR | 119,5 |
| 10. | Thomas Morgenstern | AUT | 118,6 |
| 11. | Veli-Matti Lindström | FIN | 117,1 |
| 12. | Rok Benkovic | SLO | 115,9 |
| 13. | Anders Bardal | NOR | 115,8 |
| -. | Matti Hautamäki | FIN | 115,8 |
| 15. | Andreas Küttel | SUI | 114,1 |
| 16. | Noriaki Kasai | JPN | 113,6 |
| 17. | Janne Happonen | FIN | 111,3 |
| 18. | Andreas Kofler | AUT | 109,9 |
| 19. | Andreas Goldberger | AUT | 108,6 |
| 20. | Emmanuel Chedal | FRA | 108,1 |
(apa/red)
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