Überraschung beim Wasserspringen: Olympia-Quotenplatz für Kratochwil
- 15-jährige Wienerin erhält im 3-m-Brettspringen nachträglich einen Startplatz

Die Errechnung der Quotenplätze im Wasserspringen für die Olympischen Spiele im August in Athen hat eine große Überraschung gebracht. Die erst 15-jährige Wienerin Veronika Kratochwil erhielt im 3-m-Brettspringen nachträglich einen Startplatz zugeteilt. Sie muss jetzt noch die internationale Punktenorm (255 Punkte) und die ÖOC-Norm erbringen.
Gut sieht es auch für Marion Reiff aus, die Turmspringerin rückte auf den ersten Reserveplatz vor. Kratochwil wird im September 16 Jahre, sie tritt heuer erstmals international in der allgemeinen Klasse an, hat bei den "Großen" erst zwei Bewerbe absolviert und erreichte beim gut besetzten Weltpokal im Februar in Athen Rang 31. Das schien vorerst für Olympia zu wenig, bei der Errechnung der Plätze kam es allerdings zu namentlichen Überschneidungen von Brettspringerinnen und Turmspringerinnen, was laut Weltverband FINA zum Nachrücken der Schülerin führte.
"Wahnsinn, ich werde in den nächsten Wochen alles dafür geben, die Vorgaben zu schaffen", freute sich die österreichische Staatsmeisterin. Die Chance zum Erbringen der Punktenorm hat sie bei den Europameisterschaften im Mai und in allen noch ausstehenden FINA- Grand-Prix-Bewerben. "Die Norm schafft sie bestimmt", gibt sich Trainer Michael Worisch zuversichtlich.
Kratochwil, die mit Kunstturnen begann, kam als Achtjährige in die Trainingsgruppe von Turmspringerin Anja Richter. "Da bin ich gerade von meinen ersten Olympischen Spielen zurückgekommen. Wäre super, wenn wir jetzt gemeinsam bei Olympia wären", so die 26-Jährige, die ihr Olympia-Einzelticket bereits fix in der Tasche hat.
(apa)
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