Dienstag, 9. März 2004

"Benita hilft": Neues Wahlkampf-Instrument der ÖVP

  • "Einzelhilfen" während Österreichrundfahrt der ÖVP-Kandidatin
  • Komitee-Sprecher Bergmann spricht von "völlig neuer Art der Wahlwerbung

Mit einem neuen Wahlkampfinstrument wartet ÖVP-Präsidentschafts-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner auf: sie startete in Hollabrunn die Aktion "Benita hilft". Konkret überreichte Ferrero-Waldner in Hollabrunn einer Mutter von zwei Töchtern in finanziellen Schwierigkeiten, deren Ehemann wegen Misshandlung und Kindesmissbrauch im Gefängnis sitzt, einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro.

Damit sollen die Mietkosten für ein Jahr abgedeckt werden. Das Geld stamme aus dem Werbebudget der Kandidatin, hieß es dazu Dienstag Abend in einer Aussendung des Personenkomitees für Ferrero-Waldner.

Die ÖVP-Präsidentschaftskandidatin kündigte zudem an, sie werde auf ihrer zweiten Österreichrundfahrt weitere "ganz gezielte Einzelhilfen leisten". "Eine Bundespräsidentin des 21. Jahrhunderts muss gerade auf diesem Gebiet etwas tun und damit ein beispielhaftes Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarität setzen." In den nächsten Tagen wird es demnach zur Übergabe von Rollstühlen, eines Defibrillators, eines Personenlifts und von Lernbehelfen für einen schwer Körperbehinderten kommen.

Die Aktion "Benita hilft" wolle "rasch und unbürokratisch Einzelpersonen unterstützen oder die Anschaffung lebensnotwendiger Geräte ermöglichen". Die Vorschläge wie und wem geholfen werde, erarbeitet das überparteiliche Personenkomitee "Wir für Benita. Wir für Österreich". Komitee-Sprecher Kurt Bergmann betonte dazu in der Aussendung: "Dies ist eine völlig neue Art der Wahlwerbung. Erstmals werden Werbegelder nicht nur für Plakate und Inserate ausgegeben, sondern auch für Menschen, die dringend Hilfe brauchen."
(apa, red)

9.3.2004 19:08