Montag, 8. März 2004

Präsidentenwahl: Zweifel bei Fischer und Leitl über Antreten Fiedlers

  • Fischer: Wahrscheinlichkeit "nicht einmal 80 Prozent"
  • Leitl: Fiedler muss erkennen, ob er politisch missbraucht wird

Leise Zweifel, ob Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler tatsächlich zur Bundespräsidentenwahl antreten wird, haben am Montagabend Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (V) und der SPÖ-Kandidat Heinz Fischer geäußert. Leitl meinte in der "ZiB2", er traue Fiedler das "Maß an Klugheit" zu, um zu erkennen, ob er politisch missbraucht werde.

Und Fischer bewertete die Wahrscheinlichkeit für eine Kandidatur Fiedler mit "nicht einmal 80 Prozent". Die ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner wies Spekulationen über mögliche ÖVP-Unterstützungen für Fiedler neuerlich mit dem Hinweis zurück, dass sie einstimmig vom ÖVP-Bundesparteivorstand nominiert worden sei.

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider erklärte im Fernseh-"Report" auf die Frage, ob er Fieder zu einem Antreten raten würde: "Das muss er selber entscheiden." Er lobte den Rechnungshof-Präsidenten aber neuerlich als "ganz tolle Persönlichkeit, die ich sehr schätze". Ob die FPÖ einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken solle, müsse die Parteiführung entscheiden.

Fischer hofft im Wahlkampf, das die Politik der Bundesregierung eine "Hypothek" für Ferrero-Waldner sein werde. Ferrero-Waldner sei Mitglied dieser Regierung, das werde ihm helfen. Bei aller Vorsichtung und Zurückhaltung wachse seine Zuversicht, sagte Fischer. Fererro-Waldner hielt dem entgegen: "Ich kämpfe weiter wie eine Löwin."(apa/red)

8.3.2004 22:42