Sonntag, 14. März 2004

Nach Madrid-Terror: Airport Wien von Sprengstoffhunden überwacht!

  • Angst vor neuen Anschlägen: EU-Krisengipfel nächste Woche
  • Spanien: Wahlsieger Zapatero zieht Soldaten aus Irak ab!

Die Angst vor Terror-Attentaten nach dem Blutbad von Madrid macht auch vor Österreich nicht halt! Erste Änderungen: Künftig sind Sprengstoffhunde am Airport im Einsatz, außerdem kommen strengere Gepäckkontrollen besonders bei Flügen nach Spanien. Das sind die wesentlichsten Punkte der Sicherheitsmaßnahmen Österreichs nach. Zudem wurden die Schutzmaßnahmen für Personen und Einrichtungen Spaniens sowie anderer Mitgliedstaaten der Anti-Terrorkoalition verstärkt.

Diese Maßnahmen waren am Sonntag in einer Sicherheitskoordinationssitzung festgelegt worden, an der unter Leitung des Generaldirektors für die Öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, Spitzenbeamte des Bundeskanzleramtes, des Außenministeriums, des Bundesheeres sowie des Innenministeriums teilnahmen. Innenminister Ernst Strasser (V) war per Telefon zugeschaltet.

Drei Punkte
Dabei wurden drei Punkte beschlossen: Neben dem verstärkten Schutz für spanische und andere Einrichtungen - Dabei handele es sich konkret um die Irak-Besatzungsmächte USA, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien, sowie um Frankreich, das an der multinationalen Friedenstruppe in Afghanistan beteiligt ist - gibt es intensivere Kontrollen auf den Flughäfen.

Überdies will man sich auch um einen Intensivierung des Informations- und Analyseaustauschs auf europäischer Ebene bemühen. Laut Gollia geht es dabei um den nachrichtendienstlichen und sicherheits-politischen Bereich.

Platter: "Ernst nehmen"
"Wir müssen diese Sache ernst nehmen, was sich in Madrid ereignet hat und was zu erwarten ist", meinte Verteidigungsminister Platter in der TV-"Pressestunde" - betonte aber gleichzeitig, dass es derzeit keine Hinweise gebe, dass Österreich Ziel eines solchen Anschlages werden könnte.

"Wir müssen leider feststellen, dass der Terror nach Europa gekommen ist", sagte der Minister, der "tiefe Betroffenheit" über die Anschläge in Spanien zum Ausdruck brachte. Bedauerlich sei, "dass nicht nur Objekte gefährdet sind, sondern die Gefahr besteht, dass das auf Plätzen, wo viele Menschen sind, geschieht".

Angesprochen auf die Möglichkeit, sich gegen Terroranschläge dieser Art zu schützen, sagte Platter: "Es ist völlig falsch zu sagen, dass man das in den Griff bekommen kann. Das ist nicht möglich." Hundertprozentige Sicherheit könne es "hier leider nicht geben".
(apa/red)

14.3.2004 13:15