Zur Terrorabwehr: Belgien schlägt EU-Geheimdienstzentrale vor
- Nach dem Modell von Europol
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Einige Bomben gingen nicht hoch
EU-Agenten: Nach den Anschlägen in Madrid hat Belgien die Schaffung eines Geheimdienst-Zentrums der Europäischen Union gefordert, um terroristische Bedrohungen abzuwehren. In dieser Zentrale sollten Informationen der Nachrichtendienste der EU-Staaten zusammenlaufen.
Auf diese Weise könnten Informationen über terroristische Bedrohungen analysiert und an die EU-Staaten weitergegeben werden, hieß es. Ministerpräsident Guy Verhoftstadt werde daher den Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem Gipfeltreffen am 26. März vorschlagen, eine Geheimdienstzentrale ähnlich der europäischen Polizeibehörde Europol zu gründen.
Der italienische Außenminister Franco Frattini kritisierte unterdessen, Rivalitäten zwischen den Sicherheitsdiensten in Europa behinderten Versuche einer Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. "Angesichts der tödlichen Gefahr, die der Terrorismus für die Demokratie darstellt, gibt es zu viel Missgunst unter den Geheimdiensten bei der Sicherung ihrer eigenen Informationen", sagte Frattini der Zeitung "Corriere della Sera". Dies müsse aufhören, forderte der Minister.
Am Donnerstag hatten Attentäter zehn Bomben in Pendlerzügen in der spanischen Hauptstadt gezündet. 200 Menschen wurden dadurch getötet und fast 1500 verletzt. Die spanische Regierung hat die baskische Separatistengruppe ETA als Hauptverdächtigen bezeichnet.
Ein privater Hörfunksender in Spanien berichtete dagegen, der Geheimdienst des Landes vermute mit 99-prozentiger Sicherheit Moslem-Extremisten hinter den Anschlägen. Eine der radikal-islamischen El Kaida zugerechnete Gruppe hatte sich zu den Attentaten bekannt. Die ETA hat baskischen Medienberichten zufolge jede Verantwortung für die Anschläge zurückgewiesen.
(apa,red)
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