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Anschlag auf USA zu 90% vorbereitet
Das islamistische Terrornetzwerk El Kaida hat sich in einer Videobotschaft zu den Anschlägen von Madrid bekannt. Nach Angaben des spanischen Innenministers Acebes wurde eine arabischsprachige Aufnahme in der Nähe einer Moschee in der spanischen Hauptstadt gefunden. Ihre Echtheit sei nicht erwiesen, hieß es in der Nacht auf Sonntag.
In dem Video übernehme ein angeblicher "Militärsprecher" El Kaidas in Europa in arabischer Sprache und mit marokkanischem Akzent im Namen des Terrornetzwerks die Verantwortung für die Attentate.
Zuvor waren drei Marokkaner und zwei Inder als Verdächtige festgenommen worden. Die marokkanische Regierung hat die drei Festgenommenen Landsleute bereits identifiziert. Die Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren stammen aus Tanger und Tetouan, sagte Kommunikationsminister Nabil Benabdallah am Sonntag der staatlichen Nachrichtenagentur MAP zufolge. Hinweise auf mögliche Kontakte der drei Männer zu radikal-islamischen Gruppen gab der Minister nicht.
Ursprünglich war die von der konservativen Volkspartei (Partido Popular/PP) gebildete spanische Regierung davon ausgegangen, dass die baskische Separatistenorganisation ETA für die Anschläge verantwortlich ist.
ETA weist Verantwortung erneut zurück
Die spanische Untergrundorganisation ETA hat erneut die Verantwortung für die Anschlagsserie in Madrid zurückgewiesen. Die ETA habe nichts mit den Attentaten vom Donnerstag zu tun, erklärte die Organisation am Sonntag auf der Internetseite der baskischen Zeitung "Gara".
Die Anschläge sind nach Ansicht der ETA auf die Außenpolitik der Regierung zurückzuführen, insbesondere auf das Engagement im Irak. Die ETA hatte bereits am Freitag durch einen anonymen Anruf bei "Gara" jede Verbindung zurückgewiesen.
Bei der schlimmsten Anschlagsserie der spanischen Geschichte waren am Donnerstag in Madrid 200 Menschen getötet und mehr als 1400 verletzt worden.
(apa/red)
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