Nach Madrid-Anschlägen: Millionen Spanier demonstrieren gegen den Terror
- Protestmärsche standen unter dem Motto "Mit den Opfern, mit der Verfassung, für die Niederlage des Terrorismus"
- Aznar, Prinz Felipe, Raffarin, Berlusconi, Prodi und Fischer bei Kundgebung
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Aus Protest gegen die Bombenanschläge mit fast 200 Toten in Madrid sind am Freitagabend Millionen Menschen in ganz Spanien auf die Straße gegangen. Allein in Madrid waren es nach Polizeiangaben zwei Millionen Teilnehmer. An der Demonstration in der spanischen Hauptstadt nahmen Ministerpräsident José María Aznar, Kronprinz Felipe, die Regierungschefs von Frankreich und Italien, Jean-Pierre Raffarin und Silvio Berlusconi, sowie EU- Kommissionspräsident Romano Prodi teil. Deutschland wurde von Außenminister Joschka Fischer vertreten.
Die Protestmärsche standen unter dem Motto "Mit den Opfern, mit der Verfassung, für den Sieg über den Terrorismus". Die Demonstranten in Madrid zogen unter strömendem Regen vom Kolumbusplatz im Zentrum der Stadt zum Atocha-Bahnhof, wo am Donnerstag bei den Anschlägen fast 200 Menschen getötet worden waren. Teilnehmer skandierten Rufe wie "ETA nein" und trugen Transparente mit Aufschriften wie "Feige Terroristen" oder "Todesstrafe für die Täter". Als Zeichen der Trauer zierten schwarze Schleifen die Kleidung der Demonstranten.
Ähnliche Kundgebungen gab es auch in Städten wie Barcelona, Sevilla, Las Palmas auf Gran Canaria, Saragossa, Valencia oder Vitoria und Bilbao im spanischen Baskenland. Zu den Demonstrationen hatte die Regierung aufgerufen.
(apa/red)
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