Britisches Museum: Verwesende Leiche als Ausstellungsstück!
- Nur für Erwachsene: Verfallsprozess zum Beobachten
- Einst kritisierte "Körperwelten" in den Schatten gestellt

Kaum haben die Briten die umstrittene "Körperwelten"-Ausstellung mit präparierten Leichen verdaut, ist in London eine neue Ausstellung über den Tod geplant, die alles bis dahin Gesehene übertreffen dürfte: Das Wissenschafts-Museum (Science Museum) in der britischen Hauptstadt will in einer Ausstellung über den Tod eine verwesende Leiche zeigen, wie die "Sunday Times" berichtete.
In einem nur für Erwachsene reservierten Museumsbereich sollen die sterblichen Überreste eines Menschen in einem Glaskasten ausgestellt werden und vor den Augen der Besucher verfallen. "Die Idee ist, dass die Leiche auf ähnliche Weise verwest, wie sie es unter der Erde tun würde", sagte der zuständige Museumsmitarbeiter Ben Gammon dem Sonntagsblatt.
Es werde die Leiche eines Menschen verwendet, der sein Einverständnis gegeben habe, seinen Körper für eine Ausstellung über den Tod zur Verfügung zu stellen. Ein Fernsehunternehmen soll bereits Interesse signalisiert haben, den Verwesungsprozess zu dokumentieren. Ob es zu der Ausstellung kommt, ist allerdings noch unklar: Das Museum berät derzeit noch mit Pathologen, Ethikern und anderen Experten über die praktische Umsetzung.
Vor zwei Jahren hatte die Wanderausstellung "Körperwelten" des deutschen Mediziners Gunther von Hagens in London für heftige Kritik gesorgt. Die Leichenschau war auch in Deutschland und anderen Ländern umstritten.
(apa)
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