Syrien: Schwere Zusammenstöße zwischen Arabern und Kurden
- Bis zu 70 Todesopfer bei Fußballspiel
- Plünderungen und hartes Vorgehen des Militärs

Nach schweren Zusammenstößen zwischen Arabern und Kurden im Norden Syriens soll die Regierung Truppen in die Region an die Grenze zur Türkei verlegt haben. Nach Ausschreitungen bei einem Fußballspiel hätten Soldaten das Feuer eröffnet, berichteten Medien und kurdische Organisationen.
Unterschiedliche Angaben gab es zum Ausmaß der Gewalt. Kurdische Exil-Organisationen sprachen von bis zu 70 Toten.
Al Jihad gegen Al Fatwa
Die Gewalt war bei einem Fußballspiel in Kamishli ausgebrochen. Dabei hatte es nach Berichten von Augenzeugen schon am Freitag mindestens neun Tote gegeben. Zuschauer des Spiels zwischen den Mannschaften mit den martialischen Namen "Al Jihad" und "Al Fatwa" sagten, dass Fans von Al Fatwa die kurdischen Jihad-Anhänger zunächst mit Steinen beworfen hätten. Danach sei der Streit eskaliert.
In einer am Samstag in Syrien veröffentlichen Erklärung von zehn Menschenrechtsgruppen und kurdischen Parteien hieß es, die Situation verschärfe sich weiter und die Zahl der Toten steige. Behörden und Geschäftsgebäude seien geplündert worden, sagte der Anwalt Ibrahim al Hussein.
(apa, red)
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