Mittwoch, 10. März 2004

Terror im Irak: Drei Tote bei Anschlag auf Amerikaner

  • Wagen wurde an einer improvisierten Straßensperre gestoppt
  • US-Zivilisten arbeiteten für die US-Verwaltung

Bei einem Angriff im Südirak sind zwei US-Zivilisten und ihr irakischer Übersetzer getötet worden, wie ein polnischer Militärsprecher am Mittwoch in Warschau mitteilte. Die Amerikaner arbeiteten für die US-Verwaltung im Irak.

Die drei Männer seien am Dienstagabend in der Nähe der Stadt Hilla erschossen worden, nachdem ihr Wagen an einer improvisierten Straßensperre von Männern gestoppt worden sei, die die Uniformen der irakischen Polizei trugen, sagte Oberst Robert Strzelecki. Fünf Iraker seien festgenommen worden.

In der Stadt Bakuba nördlich von Bagdad ist auf das Büro der stärksten Schiitenpartei nach einem Bericht des arabischen Fernsehsenders "Al Jazeera" ein Bombenanschlag verübt worden. Wie der Sender unter Berufung auf Mitglieder der Partei "Oberster Rat der Islamischen Revolution" (SCIRI) berichtete, wurden dabei am Mittwoch mindestens vier Menschen verletzt, darunter ein vierjähriges Kind. Die Partei ist im provisorischen Regierungsrat vertreten.

In Bagdad waren am frühen Morgen vereinzelt Explosionen und Schüsse zu hören. Die Ursache war nach Angaben des US-Militärs zunächst unbekannt. Al Jazeera meldete außerdem, die US-Armee habe eingeräumt, eine von ihren Soldaten abgefeuerte Mörsergranate habe in einem Dorf südlich von Bagdad ihr Ziel verfehlt und einen irakischen Zivilisten getötet. (apa)

10.3.2004 10:37