Peinliche Panne am Super-Tuesday: Mehr Stimmen als Wähler
- Große Technik-Probleme beim ersten Härtetest in den USA
- Einige konnten nicht abstimmen; ansonsten zuviele Stimmen
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Peinlich: Die elektronischen Wahlmaschinen, die in Amerika zur Stimmabgabe verwendet werden, funktionieren nicht! Das zeigte sich am "Superdienstag" mit Vorwahlen in zehn Staaten - sie waren Anfang März der erste Härtetest. Aber die Technik streikten! Abgestürzte Computer und eingefrorene Bildschirme verärgerten viele Wähler. Und: Tausende Geisterstimmen wurden registriert.
Einige mussten bis zu zwei Stunden darauf warten, ihre Stimme abgeben zu können, andere zum Wählen gar auf andere Wahllokale ausweichen.
Die Erfahrungen mit den neuen Wahlmaschinen am "Super Tuesday" vergangene Woche in Kalifornien zeigen große Probleme: Laut einer Analyse der "Los Angeles Times" wurden am 2. März in 21 Wahlbezirken mehr Stimmen abgegeben als dort überhaupt wahlberechtigte Wähler registriert sind.
Betroffen von den Pannen waren insbesondere die Vorwahlen der Parteien für Abgeordneten- und Senatssitze in Orange County. Insgesamt waren laut einer Schätzung der Zeitung 7.000 Stimmen falsch abgegeben worden.
Verantwortlich für die Probleme war laut Angaben der Wahlleiter die mangelnde Einschulung auf das neue System. Dabei müssen die Wählerinnen und Wähler am Bildschirm ihre Stimmen abgeben. Bei zahlreichen Stimmbürgern wurde jedoch zuvor von den Wahlhelfern der falsche Code für den Wahlbezirk eingetippt. Viele Wähler erkannten den Fehler nicht oder verzichteten auf eine Beschwerde und wählten daher im falschen Distrikt.
Kritiker befürchten, dass sich dies bei den Kongress- und Präsidentenwahlen im November wiederholen könnte. Behördenvertreter machten schlecht ausgebildete Wahlhelfer für die Pannen verantwortlich.
Bei der Vorwahl in Kalifornien wurde erstmals auf die früher üblichen Lochkarten verzichtet. Bei den Wahlen im November wollen Dutzende Staaten diesen Schritt gehen. Rund 50 Millionen Menschen werden dann zur Stimmabgabe auf den Bildschirm drücken, 55 Millionen Menschen werden weiter auf Papier oder Lochkarten abstimmen. (apa)
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