Freitag, 12. März 2004

Nach VP-Wahlschlappe: Bartenstein spricht von strategischen VP-Fehler

  • Nach Haslauer-Präsentation war Schausberger eine "lame duck"
  • Wirtschaftsminister bekräftigt Unterstützung für Ferrero-Waldner

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hat "strategische Fehler" der Landes-ÖVP in Kärnten und Salzburg für die Verluste der Partei bei den jüngsten Landtagswahlen verantwortlich gemacht. So habe die Zusage der Kärntner Volkspartei, Jörg Haider nicht zum Landeshauptmann zu machen, "scharenweise Bürgerliche zu Haider-Wählern gemacht", sagte der Wirtschaftsminister am Donnerstagabend bei einem Vortrag vor der Vereinigung Europäischer Christdemokraten in Brüssel.

In Salzburg dagegen kritisierte Bartenstein die Entscheidung, ÖVP-Chef Franz Schausberger und seinen Nachfolger Parteichef Wilfried Haslauer als "Doppelkandidat" ins Rennen zu schicken. "Von dort weg war Schausberger eine 'lame duck' (lahme Ente)", sagte Bartenstein. Damit habe man "den Schalter halb umgelegt", und diese Entscheidung sei vom Wähler nicht akzeptiert worden.

Bartenstein bekräftigte seine Unterstützung für Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) als ÖVP-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten. Ferrero-Waldner habe "gute Chancen" erste Bundespräsidentin der Republik zu werden. "Wir von der ÖVP werden und müssen mit jeder Variante leben", sagte Bartenstein in Hinblick auf die angekündigte Entscheidung von Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler, ob er für das Präsidentenamt kandidiert. (apa/red)

12.3.2004 11:08